An einem Solargutachten und einem Kriterienkatalog können sich die Mitglieder des Pommersfeldener Gemeinderats orientieren, wenn es künftig darum geht, über die Zulassung von Freiflächenphotovoltaikanlagen zu entscheiden.

Auf Gemeindegebiet werde bereits aus verschiedenen Quellen erneuerbare Energie erzeugt, erklärte Bürgermeister Gerd Dallner (FWGS). Aktuell mache dies jedoch weniger als die Hälfte des jährlichen Energiebedarfs der Gemeinde aus. Um „zumindest rechnerisch“ energieautark zu werden, aber auch im Sinne des Klimaschutzes , stehe die Gemeinde deshalb dem Bau von Freiflächen-PV-Anlagen nicht entgegen. Entsprechende Anfragen seien bereits an die Gemeinde gerichtet worden.

Ein Arbeitskreis, dem neben dem Bürgermeister die Gemeinderatsmitglieder Jochen Dotterweich (federführend), Karin Uri, Klaus Escher , Alexander Stirnweiß und Markus Vogel angehören, habe sich mit der Thematik beschäftigt und einen Kriterienkatalog ausgearbeitet.

In der Sitzung lag auch das von dem Nürnberger Büro Markert erstellte Solargutachten vor, das Ingenieur Rainer Brahm erläuterte. Das Büro hatte die Gemeindefläche (insgesamt umfasst Pommersfelden 3600 Hektar) auf Einsehbarkeit, Abstand zur Wohnbebauung, Landschaftsbild, Überschwemmungsbereiche, Schutzgebiete wie auch auf die Qualität der landwirtschaftlichen Flächen geprüft. Nach diesem Ausleseverfahren blieben am Ende von insgesamt 2000 Hektar landwirtschaftlicher Flächen 92 Hektar als geeignet für Freiflächenphotovoltaik übrig.

Für eine Photovoltaikanlage im Außenbereich sei immer ein Bebauungsplanverfahren notwendig. Im konkreten Fall stehe es der Gemeinde frei, ob, für welchen Bereich und in welcher Größe ein Bebauungsplan in die Wege geleitet werde, so der Bürgermeister . See