Die Stadt erleichtert ihren Einwohnern, und hier vor allem den älteren Mitbürgern, die Anmeldungen zur Corona-Impfung. Ab dem heutigen Freitag ist im Rathaus zu den üblichen Öffnungszeiten ein Impftelefon freigeschaltet. Zu erreichen ist das unter der Rufnummer 09132/901901.

Die Impfhotline wird abwechselnd von vier Mitarbeitern betreut, die im Impfzentrum Erlangen eingewiesen worden sind: Primär sind es Angela Bohr und Christoph Schneider, vertreten werden können sie von Stephanie Theiss und Sabine Weber.

Im Pressegespräch verwies Bürgermeister German Hacker darauf, dass dieses Zusatzangebot die bisherigen Anmeldeformen nicht ersetze, sondern lediglich eine Ergänzung sei. Das gelte für diejenigen Bürger, die mit den anderen Formen nicht zurechtkommen oder keinen Onlineanschluss haben.

Hacker richtet die Bitte an die Herzogenauracher, die städtische Impfhotline nur dann zu nutzen, wenn man auch wirklich an der Reihe ist "und nicht anders kann". Sie sollte in erster Linie für die Senioren freigehalten werden. Laut Hacker wird daran gedacht, dies dauerhaft zu belassen, bis die Impfungen beendet sind. Zurzeit sollten sich nach wie vor diejenigen Personen für eine Impfung vormerken lassen, die zur aktuell priorisierten Gruppe gehören, also das 80. Lebensjahr vollendet haben und nicht in einem Seniorenheim leben. Für alle anderen sei eine Vormerkung zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh, wenngleich es grundsätzlich möglich ist, berichtet Hacker weiter.

Relevante Fragen werden gestellt

Die Impfhotline Herzogenaurach funktioniert genauso wie die anderen beiden Möglichkeiten. Von den Rathaus-Mitarbeitern werden zunächst die persönlichen Daten aufgenommen und einige für die Impfung relevante Fragen gestellt, erläutert die Stadt in einer Pressemitteilung. Damit erfolgt die Vormerkung für den Impftermin . Wenn ein Termin im Impfzentrum frei ist, werden telefonisch vorgemerkte Personen vom Impfzentrum angerufen und der Termin wird vereinbart. Anschließend werden die nötigen Unterlagen zur Impfung per Post zugesandt.

Brüne Soltau vom Herzogenauracher Seniorenbeirat zeigte sich sehr froh über das Angebot. Durch viele Gespräche wisse er, wie schwer sich Senioren tun, unbekannte Telefonnummern anzurufen oder gar ins Internet zu gehen. "Viele werden schon nervös, wenn besetzt ist", sagt der 79-Jährige.

Wunsch: Impfung beim Hausarzt

Soltau würde sich wünschen, wenn auch die Impfungen selbst seniorenfreundlicher gehalten werden könnten. Die Fahrt nach Erlangen ins Impfzentrum ist für ihn nicht der richtige Weg. Wünschen würde er sich das Hausärzteprogramm, also eine Impfung direkt beim Hausarzt. Die Ärzte kennen ihre Patienten, sagt Soltau, wissen um Erkrankungen und haben alle Daten . Freilich weiß er auch, dass dies derzeit nicht möglich erscheint. Dann aber sollte man wenigstens den Weg über dezentrale kleinere Impfzentren gehen, meint er. Eines würde sich in Herzogenaurach anbieten.

Die Verantwortlichen in Erlangen und Landkreis beschäftigen sich intensiv mit dem Thema, erklärte Bürgermeister Hacker . In Herzogenaurach , dessen Versorgungsraum rund 40 000 Menschen umfasst, wären entsprechende Räumlichkeiten schnell zur Verfügung gestellt.