Am kommenden Samstag um 11.55 Uhr überreichen die Träger der schulischen Mittagsbetreuungen eine Petition mit dem Titel „5 vor 12“ an die politisch Verantwortlichen der Stadt Höchstadt . Im Vorfeld der Stadtratssitzung am kommenden Montag sollen die für das Überleben des Angebotes notwendigen Maßnahmen als Antrag an Bürgermeister Gerald Brehm übergeben werden.

Kritik an „Hinhaltetaktik“

Vor zweieinhalb Jahren, vor der Kommunalwahl, hatten bei einem Treffen mit den Bürgermeisterkandidaten alle Beteiligten zugesichert, sich das Anliegen zu eigen machten. Eine einjährige Prüfung durch den kommunalen Prüfungsverband und die Stadtverwaltung bescheinigte im Auftrag des Stadtrates die Berechtigung der Anträge des Trägers der Mittagsbetreuungen. Mit den Ergebnissen der professionellen Prüfungen unzufrieden, beschäftigt sich auf Wunsch des Stadtrates der Rechnungsprüfungsausschuss nunmehr seit Wochen mit den Unterlagen der drei Einrichtungen. „Dieser Verschiebebahnhof und die Hinhaltetaktik von einigen Stadträten, die ständig von kinderfreundlicher Politik sprechen, kann allein aus finanziellen Gründen nicht mehr akzeptiert werden“, schreiben die Kita-Verwaltungen in ihrem Protestaufruf. Die Wertschätzung für die geleistete Arbeit lasse unabhängig von den Fragen der Wirtschaftlichkeit zu wünschen übrig. Mit einem unangemessenen Angebot des Rechnungsprüfungsausschusses im Höchstadter Stadtrat würde die Schließung der Angebote an den Schulen besiegelt. 120 Kinder stünden ohne Betreuung da.

Im Rahmen einer vom Stadtrat beschlossenen Ausschreibung der Mittagbetreuungsangebote an den Höchstadter Schulen fand sich aus den gleichen Gründen kein Träger, der unter den gegenwärtigen Bedingungen das Angebot der katholischen Kirche übernehmen würde. Die Kindertagesstätten St. Hedwig, St. Nikolaus und St. Michael als Träger der schulischen Mittagsbetreuungen laden deshalb alle Familien, die momentan oder in Zukunft für ihre Kinder auf ein Hortangebot oder auf die Mittagsbetreuung an einer der Höchstadter Schulen angewiesen sind, ein, sich für eine kinderfreundliche Kommunalpolitik einzusetzen und an der kurzen Demonstration am Samstag um „5 vor 12“ auf dem Marktplatz teilzunehmen. red