Seit 25 Jahren ist die Kinderkirche, ein für Kinder gestalteter Gottesdienst , einmal im Monat fester Bestandteil in der Kirche St. Stephanus in Adelsdorf . Für die Fastenzeit hat das Kinderkirchenteam etwas Besonderes vorbereitet: Alle Familien sind eingeladen, mit Jesus in die Wüste zu gehen. In der Kirche ist eine Wüstenlandschaft aufgebaut, neben der man einen Vorschlag zur Kinderkirche für daheim findet. Bastelideen zum Mitnehmen finden sich dort ebenfalls. Wer dabei sein möchte, kann sich selbst als Figur oder Stein in die Landschaft hineinstellen. Anlässlich des 25. Geburtstages der Kinderkirche wird unter allen Wüstenwanderern eine besondere Osterüberraschung verlost.

Rückblick auf 25 Jahre

Ingrid Springmann war damals die Initiatorin der Kinderkirche. "Angefangen habe ich, weil ich es meistens sehr anstrengend fand, mit vier kleinen Kindern zum Gottesdienst zu gehen", sagt Springmann. "Für die Kinder war es ebenfalls recht schwierig und auch langweilig." Sie hatte von einer Mutter aus dem Allgäu gehört, dass es in deren Kirchengemeinde einmal im Monat eine Kinderkirche gäbe. Die Kinder seien während des Wortgottesdienstes in einem separaten Raum und feiern ihren eigenen kindgerechten Gottesdienst . Währenddessen könnten sich die Eltern in Ruhe auf den Gottesdienst für Erwachsene einlassen. "So besprach ich die Sache mit dem damaligen Pfarrer Hans Eisend und suchte mir Frauen, die bereit wären, mitzumachen", erinnert sich Springmann.

Ende Februar 1996 war es soweit. Die erste Kinderkirche für Kinder im Alter zwischen drei und neun Jahren hatte die Versuchung Jesu zum Thema. Die Eltern brachten ihre Kinder ins Pfarrzentrum, dort wurde gesungen, erzählt, gespielt und gebastelt. Nach etwa 30 Minuten kamen sie zur Eucharistiefeier in die Kirche und durften erzählen, was sie gemacht hatten. "Oft wurden wir von Ministranten mit Fahne abgeholt", sagt Springmann.

Als ihre eigenen Kinder zu alt für die Kinderkirche wurden, übernahm Gemeindereferentin Sabine Dresel die Leitung. Auch das Konzept hat sich im Laufe der Zeit ein wenig geändert. Die Kinder kommen erst zum Segen in die Kirche und seit einigen Jahren bleiben die allermeisten Eltern sogar dabei. "Das ist auch gut so, denn was für Kinder gut ist, ist meistens auch für Erwachsene passend. Ich persönlich freue mich sehr, dass es die Kinderkirche schon so lange gibt und wünsche mir sehr, dass sie gut durch die Coronazeit kommt", sagt Springmann.

Mit Evangelium vertraut gemacht

Von 2011 bis 2014 war Pastoralreferentin Dagmar Haas die Leiterin des Kinderkirchenteams und danach übernahm wieder Sabine Dresel als "ehrenamtliche Mama " die Leitung. "In den 25 Jahre hat sich einiges getan und es waren wahnsinnig viele Mamas und Papas dabei", sagt Dresel. "Sie haben nicht nur etwas für ihre Kinder getan, sondern auch für sich selbst. Denn man muss sich ja erst selbst mit dem Evangelium auseinandersetzen, um es in eine für Kinder verständliche Form zu bringen."

Die nächsten Kinderkirchen sind am Palmsonntag, Karfreitag und Ostersonntag geplant - in welcher Form hängt von der aktuellen Situation ab.