Die IG Bau Mittelfranken gewährt Bauleuten und Reinigungskräften juristischen Beistand in Krisenzeiten. Die Rechtsschutzexperten der IG Bau Mittelfranken waren im vergangenen Jahr stark gefragt: Insgesamt 2010-mal kamen die Berater der Gewerkschaft in der Region zum Einsatz.„Vom Verdienstausfall durch Kurzarbeit über fehlende Atemschutzmasken im Job bis hin zu Problemen bei der Kinderbetreuung – Corona hatte zahlreiche Rechtsstreitigkeiten auch im Kreis Erlangen-Höchstadt zur Folge“, erklärt die Bezirksvorsitzende Iris Santoro. Wegen der Pandemie habe ein Großteil der Beratungen per Telefon stattgefunden.

Nicht gezahlte Löhne

„Viele Streitfälle gab es in der Gebäudereinigung. Beschäftigte klagten über finanzielle Nöte wegen des niedrigen Kurzarbeitergeldes, Defiziten beim Arbeitsschutz oder nicht gezahlten Löhnen in der Quarantäne “, berichtet Santoro.

In der Baubranche sei es unter anderem um vorenthaltene Corona-Prämien und unbezahlte Überstunden gegangen. Ein weiterer Schwerpunkt sei das Thema „Kinderbetreuung“ gewesen. „ Bauarbeiter , Forstbeschäftigte und Reinigungskräfte können kein Homeoffice machen. Wenn Kitas und Schulen geschlossen sind, wird das für sie besonders zum Problem“, erläutert Santoro.

Kostenloser Rechtsschutz

Die Gewerkschafterin appelliert an Beschäftigte aus den Branchen der IG Bau , sich auch in Pandemie-Zeiten um ihre Belange zu kümmern und die Hilfe der Gewerkschaft zu suchen: „ Arbeitgeber dürfen die Krise nicht als Vorwand nutzen, um das Personal um seine Rechte zu bringen.“

Anspruch auf kostenlosen Rechtsschutz haben alle Gewerkschaftsmitglieder. Weitere Informationen und Termine gibt es in den IG Bau-Büros Nürnberg (Telefonnummer 0911/241369) und Ansbach (Telefon 0981/34 68). red