Einen besonderen Einsatz hatte am Dienstag die Polizei. Wie das Polizeipräsidium Unterfranken berichtet, hatte ein aufmerksamer Anwohner gegen 18.25 Uhr die Polizeiinspektion Schweinfurt angerufen und berichtet, das vor seiner Wohnung mehrere Personen an insgesamt fünf Fahrzeugen standen. Und er habe gesehen, wie innerhalb der Gruppe eine Schusswaffe herumgereicht worden sei. Schließlich wurde die Waffe an den Beifahrer eines Mercedes A-Klasse übergeben und die Fahrzeuge setzten sich in Bewegung.

Aufgrund dieser Mitteilung wurde eine sofortige "Tatortbereichsfahndung" ausgelöst und mehrere Streifenbesatzungen der umliegenden Dienststellen zusammengezogen. Besagtes Fahrzeug konnte in Oerlenbach angehalten und kontrolliert werden. Alle fünf Fahrzeuge waren auf dem Weg zu einer Hochzeit, um die Braut im Rahmen eines Corsos abzuholen.

Bei der Durchsuchung der Autos fanden die Polizeibeamten zwei Schreckschusswaffen und Munition und beschlagnahmten sie. Zu einer Schussabgabe kam es nicht, heißt es im Bericht. Die beiden 21- und 23-jährigen Beschuldigten, bei denen die Waffen gefunden wurden, werden sich einem Strafverfahren stellen müssen.

Für die Dauer der einstündigen Kontrolle musste die Hauptstraße in Oerlenbach gesperrt werden. Im Anschluss durften die Feiergäste ihren Weg fortsetzen. pol