Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED war ein Thema bei der Bürgerversammlung am Dienstagabend in Kirchaich. Gut 45 interessierte Bürger waren in das Gasthaus Neundörfer gekommen, um sich über das Geschehen in der Gemeinde Oberaurach aus erster Hand informieren zu lassen.

"Wir haben noch sechs Kerker-Funzeln in der Ortsmitte", stellte ein Versammlungsteilnehmer fest und fragte, wann die noch aus der Amtszeit von Altbürgermeister Siegmund Kerker stammenden Straßenlampen ausgewechselt werden. Bürgermeister Thomas Sechser (CSU) erklärte, dass das bereits in allen Orten geschehen ist.

Kosten amortisieren sich rasch

Im Versorgungsbereich des Bayernwerks, zu dem neben Kirchaich auch Nützelsbach, Danken-feld, Trossenfurt, Tretzendorf und Hummelmarter zählen, seien schon zahlreiche Straßenzüge umgestellt worden. Unter den insgesamt 421 Leuchten, von denen bereits 34 LED-Leuchten sind, wurden bereits im Jahr 2018 genau 164 Leuchten umgerüstet; somit sei momentan fast die Hälfte aller Leuchten mit LED-Technik ausgestattet, so der Bürgermeister. Der Austausch umfasse allein 49 Leuchten in Kirchaich. In neu zu erschließenden Baugebieten werde ohnehin nur auf LED-Technik zurückgegriffen.

Dadurch werden in allen genannten Ortsteilen jährlich rund 30 Prozent Energie eingespart, was etwa 40 000 Kilowattstunden entspricht. Die Kosten in Höhe von 8300 Euro für den Austausch haben sich laut Sechser nach 1,3 Jahren amortisiert. In fünf Jahren komme es somit zu einer Gesamtersparnis von 30 000 Euro, stellte er heraus.

Die verbleibenden 230 Leuchten im Bayernwerk-Bereich, bei denen auch der Leuchtkoffer ausgewechselt werden müsse, würden in den kommenden Jahre modernisiert, wenn es entsprechende Förderprogramme gebe, so Sechser. Der Bürgermeister hob hervor, dass neben der Kohlendioxid- und Energieeinsparung auch eine bessere Ausleuchtung bei geringerer Lichtverschmutzung mit den LED-Leuchten erreicht wird.

Rasenmulde soll entstehen

In den Schleichach-Orten, einschließlich Fatschenbrunn, die von der Überlandzentrale Mainfranken versorgt werden, ist ebenfalls eine Umstellung geplant. Hierzu beschloss der Gemeinderat im Sommer, dem kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk beizutreten, um damit kostengünstig das Einsparpotenzial ausloten zu können.

Als weiteres wichtiges Projekt stehe in Kirchaich die Verbesserung des Hochwasserschutzes an, sagte Bürgermeister Sechser. Im Rahmen einer Dorferneuerungsmaßnahme, die staatlich gefördert wird, soll der Mühlbach aufgelassen werden. Nach Meinung von Fachleuten ist der Mühlbach zur Speisung der umliegenden Weiher nicht notwendig, weil diese durch Quellen mit Wasser versorgt werden. Im Gebiet des jetzigen Mühlbaches soll eine überflutbare Rasenmulde geschaffen werden, die im Hochwasserfall das Wasser abführt.

Einstimmig dafür waren die Zuhörer der Bürgerversammlung, nach dem Vorbild in Trossenfurt auch auf dem Kirchaicher Friedhof eine vorhandene Thuja-Hecke zu entfernen und diese durch langsamer wachsende Stauden zu ersetzen.