von unserem Mitarbeiter Thomas Hümmer

Bad Staffelstein — Etwa 50 Kinder und doppelt so viele Erwachsene begaben sich am Sonntagabend beim Martinsumzug der Pfarrei St. Kilian auf die Spuren des Heiligen St. Martin. Bei einer kurzen Andacht in der Pfarrkirche lauschten die Kinder gespannt den Erzählungen von Pfarrer Georg Birkel. Für die musikalische Untermalung der Andacht und beim Umzug war die "Nothelferkapelle" zuständig.

Die Geschichte vom Pudding

Doris Gernert trug eine Geschichte von einem kleinen Mädchen vor, dass partout seinen Pudding nicht mit seiner jüngeren Schwester teilen wollte. Als das Mädchen am nächsten Morgen bei einem Schulausflug ihre Frühstücksbox samt Inhalt zuhause vergessen hatte und sehr hungrig und durstig war, war es froh, dass die anderen Kinder ihr Essen und Trinken mit ihr teilten. Sie sah ein, dass ihr Verhalten gegenüber ihrer Schwester nicht richtig war.
Im Anschluss an die Andacht zündeten Pfarrer Birkel und Mesner Thomas Gernert mit dem Licht der Osterkerze die Laternen der Kinder an. Dem gestalterischen Einfallsreichtum beim Basteln der Laternen waren keine Grenzen gesetzt: So sah man leuchtete Äpfel, Eulen, Geister und sogar eine Biene-Maja-Laterne. "Nur ein bisschen klitzeklein, möcht' ich wie St. Martin sein" so lautete der Spruch, den Birkel immer wieder vor und während des Martinsumzug wiederholte.

Marie mimt Martin

Zum ersten Mal führte die 13-jährige Marie Hess als St. Martin den Zug an. Souverän führte sie den Tinker-Kaltblut-Mix "Naomi" vom Reitverein Bad Staffelstein durch die Straßen der Badstadt. Als Belohnung für die Beteiligung am Martinsumzug erhielten die Kinder einen Kakao und eine Brezel.