Die neue Sonderausstellung "Frauen für den Frieden" in der Lernwerkstatt Frieden des Friedensmuseums Meeder ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Friedensmuseum Nürnberg, dem Wallfahrtsmuseum Gößweinstein und der Organisation Women Wage Peace (Frauen wagen Frieden) in Israel-Palästina. Sie wurde offiziell beim Friedensdankfest eröffnet.

Lohnt sich der Einsatz für den Frieden? Regina Urban, Museumsleiterin in Gößweinstein, kommt zu dem Schluss: in jedem Fall. Es lohne immer, sich für das Gedeihen des Lebens und der menschlichen Gesellschaften einzusetzen. Denn selbst im Fall eines Scheiterns werde mit dem Friedensengagement Lebenszeit für die ureigenen menschlichen Interessen genutzt und nicht an fehlgeleitete, krank machende und Verderben bringende Handlungen vergeudet. Resignation bringe bestenfalls freudlose Anpassung und Betäubung, also ein manipuliertes Leben, das - unter dem Gefühl, etwas verpasst zu haben - unerfüllt und bitter ende. Jeder könne in seinem persönlichen Umfeld Beiträge zum Frieden leisten, sei es beim sozial- und umweltbewussten Einkauf oder bei der Nutzung von Verkehrsmitteln und vielem mehr.

Impulse zum Nachdenken

Die Ausstellung "Frauen für den Frieden" möchte dazu Nachdenkimpulse geben und lädt in Meeder bis Ende Dezember zum Nachdenken und Mitmachen ein (danach wechselt sie nach Nürnberg). Die beeindruckenden Biografien einer Vielfalt an Friedenspreisträgerinnen aus über 100 Jahren, Frauen aus verschiedensten Ländern und Kulturen, bieten dafür Inspiration. Für Leseangebote aus ihren Publikationen stehen Sitzgelegenheiten im Friedensmuseum zur Verfügung. Aber auch eine Malaktion mit Kindern ist geplant.

Mit der aktuellen Sammlung "piece for peace" sammelt die überparteiliche israelische Frauengruppe Women Wage Peace weltweit eine Million "Stücke für den Frieden", quadratische Friedensbilder, für einen diplomatischen Friedensschluss zwischen Israelis und Palästinensern. Ganz im Sinne von "Make art, not war!" - Kunst statt Krieg! Einige dieser Arbeiten, zu Quilts genäht, eine Art Patchworkdecken, sind in der Ausstellung zu sehen, ebenso Foto-Impressionen der Fotografin Gal Mosensson von den Aktionen der Frauenorganisation.

Die Sonderausstellung "Frauen für den Frieden" ist innerhalb der Öffnungszeiten des Friedensmuseums Meeder, sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr, oder nach Vereinbarung zu sehen.

Eine schöne Überraschung

Zur Ausstellungseröffnung wurde die Vorsitzende des Friedensmuseums, Elke Bräutigam, mit einer historischen Ausgabe von "Martha's Kinder" von Bertha von Suttner, eine Fortsetzung von "Die Waffen nieder", überrascht. Die Gößweinsteiner Museumsleiterin Regina Urban übergab das Buch als Geschenk, das einen Platz im Friedensmuseum finden wird.

Vor der Anna-B.-Eckstein-Schule wurden die Besucher der Vernissage mit Live-Musik der Band "Logo" bei sommerlichem Wetter gut unterhalten. Auch für Essen und Trinken war bestens gesorgt. kagü