Feiertag Vor 1994 war er ein gesetzlicher Feiertag in ganz Deutschland. Am 27. Februar 1934 wurde entschieden, dass der Buß- und Bettag Teil der Feiertage des Reichsgesetzes wird. Nach der Wiedervereinigung wurde dieser Tag ab 1990 dann ein Feiertag in ganz Deutschland. Fünf Jahre später, beschloss der Bund schließlich, dass dieser Tag kein deutschlandweiter Feiertag mehr sei, um Arbeitgeber zu entlasten. Kurz davor wurde die Beitragspflicht zur Pflegeversicherung für Arbeitgeber eingeführt. Orientierung Als evangelischer Feiertag bietet der Buß- und Bettag der Gesellschaft die Gelegenheit, innezuhalten, den eingeschlagenen Kurs zu überprüfen und - wenn nötig - zu korrigieren. Der Buß- und Bettag ist für evangelische Christen ein Tag der Besinnung und Neuorientierung im Leben. Streitpunkt Der Feiertag wurde vor einigen Jahren allerdings zum politischen Zankapfel: Der protestantische Buß- und Bettag, erstmals 1532 im mittelalterlichen Straßburg offiziell eingeführt, wurde 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung in allen Bundesländern außer in Sachsen als gesetzlicher Feiertag ersatzlos gestrichen. Status Der Bußtag hat seinen festen Platz im kirchlichen Festkalender jedoch nicht verloren. Viele Gemeinden laden meist am frühen Abend zu Andachten ein, um so auch Berufstätigen die Teilnahme zu ermöglichen. Die hohe Resonanz auf dieses Angebot belegt, dass der Bußtag im Leben vieler Menschen nach wie vor tief verwurzelt ist.