Nach dem guten Einstand in der Eishockey-Oberliga Süd stehen die Höchstadt Alligators überraschend als bester Aufsteiger mit sieben Punkten auf dem siebten Tabellenplatz. Am vergangenen Wochenende mussten sie sich auswärts dem Spitzenreiter aus Deggendorf knapp mit 5:6 geschlagen geben, erstritten aber gegen den ehemaligen deutschen Meister aus Bad Tölz zu Hause einen Punkt. Am heutigen Freitag gastiert der ERC Sonthofen im Aischgrund, am Sonntag führt die Reise des Höchstadter EC zum Derby nach Selb. Ob Spielertrainer Daniel Jun, der zuletzt verletzt pausieren musste, aber inzwischen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, auflaufen kann, entscheidet sich kurzfristig.
Die Bulls aus Sonthofen haben sich den Saisonstart etwas anders vorgestellt, denn das Team von Trainer Gerd Wittmann wartet als Tabellenletzter noch auf den ersten Punktgewinn. Bester Stürmer der Bulls ist der 37-jährige Chris Stanley, der bisher fünf Treffer für die Allgäuer erzielte. Die Presse kritisierte am Spiel der Bulls vor allem die teils fehlende Zuordnung in der Mannschaft. Zudem sei das Team noch unerfahren, weshalb gerade jetzt die Führungsspieler mehr Verantwortung übernehmen und die jungen Spieler besser unterstützen müssten.
Nicht zuletzt wird auch die hohe Anzahl der Strafen bemängelt. Die Mannschaft aus dem Voralpenland hat nach den ersten beiden Wochenenden bereits 109 Strafminuten auf dem Konto - so viel wie kein anderes Team der Liga. Dennoch dürfen die Bulls keinesfalls unterschätzt werden.
Die Oberliga ist brutal ausgeglichen. Jedes Team kann jeden schlagen, und die Bulls wollen ihre ersten Punkte einfahren. Daher gilt es auch heute wieder für die Alligators, von Anfang an hellwach zu sein und das Spiel diszipliniert aus einer soliden Defensive heraus zu gestalten.


Petrak führt die Scorerliste an

Am kommenden Sonntag steigt dann das Derby beim VER Selb. Bully ist um 18 Uhr. Die Wölfe gehören zu den Favoriten und haben bereits drei Siege eingefahren. Lediglich dem EC Peiting mussten sich die Oberfranken mit 0:3 geschlagen geben. Bester Scorer der Selber Wölfe ist Michael Dorr, der bisher vier Tore selbst erzielte und zwei auflegte. Der aktuell beste Scorer der Liga kommt jedoch aus Höchstadt und trägt die Rückennummer 40: Michal Petrak erzielte ebenfalls vier Tore und bereitete sieben weitere Treffer vor.
Die Mannschaft um Kapitän Daniel Sikorski wird auch bei dieser schweren Aufgabe wieder von zahlreichen Fans unterstützt. Informationen zu den Fanbussen können im Forum des Höchstadter EC sowie der Facebookseite "F-Block Alligtors" nachgelesen werden. Für alle Auswärtsfahrer lohnt sich ein Blick auf die Homepage des VER Selb (www.verselb.de) - die Wölfe bieten die Möglichkeit an, die Tickets bereits vorab online zu bestellen und bequem zu Hause auszudrucken. Damit entfällt das Anstehen an der Abendkasse.


Die Uniklinik ist mit an Bord

Die Unfallchirurgische Abteilung am Universitätsklinikum Erlangen und der Höchstadter Eishockeyclub haben mit Beginn der Saison 2016/2017 eine Kooperation geschlossen. Den Alligators stehen bei ihren Heimspielen also wieder ein Mannschaftsarzt bzw. eine Mannschaftsärztin zur Verfügung. Hierdurch ist es möglich, für die Spieler bei Verletzungen eine optimale und schnelle Versorgung zu gewährleisten, gleichzeitig erfüllt der HEC damit eine Forderung des deutschen Eishockeybundes (DEB), der die Präsenz eines Arztes in den Oberligastatuen festschreibt.
"Wir danken Herrn Professor Doktor Friedrich Hennig und dem gesamten Team der Unfallchirurgie Erlangen für diese tolle Unterstützung. Für uns ist diese Zusammenarbeit eine super Sache, denn wir wissen, unsere Spieler sind in besten Händen", so HEC-Sportvorstand Jörg Schobert. red