Die Einführung des Digitalfunks im Bereich der Integrierten Leitstelle Coburg rückt immer näher und die Hilfs- und Rettungsorganisationen biegen langsam auf die Zielgerade ein. Letzte Tests werden durchgeführt, um das Funknetz auf Belastbarkeit, Verfügbarkeit und Sprachqualität zu testen. Den Abschluss bildete nun der Zellwechseltest aller Hilfs- und Rettungsorganisationen mit 29 Fahrzeugen.
Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Roland Schedel konnten die Fahrzeuge von Feuerwehr, Katastrophenschutz, DLRG, Wasserwacht, THW und BRK in vier Gruppen aufgeteilt werden. Es galt, auf den verschiedenen Fahrtstrecken möglichst viele Fahrzeugfunkgeräte und Handsprechfunkgeräte zu bedienen, damit möglichst viel "Verkehr" auf den Sprechgruppen entstand. Kurz nach 8 Uhr setzten sich die Fahrzeuge vom Schützenplatz in Kronach aus in Richtung Wilhelmsthal, Pressig, Schneckenlohe und Steinwiesen in Bewegung. Zeitgleich testeten die Organisationen in Mährenhausen, Landkreis Coburg, die Verbindung zu den Fahrzeugen und spielten sogenannte "Textkonserven" ins Netz ein. Die Teilnehmer in den Fahrzeugen mussten darauf achten, ob die Sprache immer deutlich und ununterbrochen ankam. Mögliche Lücken im Funknetz sollten so aufgespürt und festgehalten werden.
Die Auswertung der Testreihe, so Kreisbrandmeister Schedel, werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, allerdings könne jetzt schon festgestellt werden, dass der Digitalfunk eine deutliche Verbesserung zu dem momentanen Analogfunk darstellt und der Zeitplan bis zur flächendeckenden Einführung im Juli steht. ms