Es ist ein besonderes Anliegen des Kulturvereins von Altenkunstadt, die Kinder ebenfalls am kulturellen Geschehen teilhaben zu lassen. Diesmal waren die "Querkela" vom Staffelberg mit dem Fränkischen Theatersommer/Landesbühne Oberfranken in der Grundschulturnhalle zu Besuch. Rund 250 erwartungsvolle Grundschulkinder sowie Mädchen und Buben aus den beiden Kindertagesstätten von Altenkunstadt, hatten sich in der Turnhalle versammelt. Schulleiter Stefan Kern dankte dem Kulturverein für die Veranstaltung. Auch Bürgermeister Robert Hümmer, zugleich Vorsitzender des Kulturvereins, verdeutlichte, dass der Kulturverein gern zum Schuljahresende so ein Ereignis biete.

Zwar seien die "Querkela" vor allem auf dem Staffelberg beheimatet gewesen. Allen Besuchern des Kordigasts mit seinem neuen Kinderspielplatz, empfahl Hümmer aber, genau aufzupassen, denn vielleicht träfen sie auch dort einmal einen dieser Zwerge.

Danach rückten die beiden Darsteller, Tochter Franzi (Anna-Prisca Burwitz) und ihr Vater (Malte Berwanger) in das Rampenlicht. Vor allem das zerrissene T-Shirt, der Teddybär und die Puppe, bei der ein Arm abgebrochen war, beschäftigten dabei das Mädchen. Als vor dem Bettgehen dann noch der Vater dazukam, stellte sich heraus, dass auch die Schulaufgaben noch nicht erledigt waren.

Wunschliste

Bevor Franzi sanft schlummerte, hatte sie viele ihrer Anliegen auf einem sogenannten "Wunschzettel" zusammengefasst. An dieser Stelle nahmen die Ereignisse dann eine grundlegende Wende, als die "Querkela" in den Mittelpunkt rückten.

Interessant war es, zu erfahren, dass sie vor allem in einer Höhle auf dem Staffelberg Unterschlupf gefunden hatten und segensreich wirkten, indem sie Kräuter sammelten, den Mitmenschen halfen und sogar Edelsteine verschenkten.

Und tatsächlich: Als Franzi am nächsten Morgen aufwachte, waren viele ihrer Wünsche erfüllt, selbst die notwendige Salbe für die Oma, die über Schmerzen in den Fingern geklagt hatte, stand griffbereit auf dem Nachttisch. Und das kam nicht von ungefähr, denn tatsächlich war einer dieser hilfsbereiten Geister in der Nacht zu Besuch gewesen. Allerdings schien er auch, wie Franzis Vater, dabei einen gehörigen Hunger entwickelt zu haben, denn es war nur noch ein Kloß zu sehen; sehr zum Leidwesen des Vaters, der diese ebenfalls immer gern aß.

Dies tat aber der Stimmung keinen Abbruch, denn alles war wieder in bester Ordnung. Als dann die "Querkela" bei Tagesanbruch aus ihrem Versteck hervorkamen, war die Dankbarkeit allenthalben zu verspüren und Franzi stimmte ein in deren Lied: "Wir hüpfen über Stock und Stein, es ist schön ein Querkela zu sein."

Der Applaus galt den beiden Darstellern und dem Kulturverein für diesen erlebnisreichen Vormittag, bevor alle "Querkela" wieder in die Höhle mussten, sprich die Grundschüler in ihre Klassenzimmer und die Kleinsten in die Kreuzbergkindertagesstätte und die Kathi Baur-Kindertagesstätte. dr