Seit 1995 versorgt die "Caritas-Straßenambulanz Franz von Assisi" in Nürnberg obdachlose Menschen. In einem Vortrag am Donnerstag, 25. Oktober, um 19 Uhr im Pfarrsaal St. Josef, Kirchenstraße 25, Weisendorf, wird die Arbeit dieser Einrichtung vorgestellt, teilt die Kirchengemeinde St. Josef mit.

Es sind oft unterschiedliche Gründe, warum es zur Obdachlosigkeit kommt. Ganz oben in der Statistik stehen der Verlust des Jobs, Abhängigkeit, Überschuldung, zu hohe Mieten. Aber auch Trennung und Erkrankung können zu Obdachlosigkeit führen, dies betrifft dann auch oft Kinder. Die Patienten der Straßenambulanz haben oft schon seit vielen Jahren keinen Arzt mehr aufgesucht. Meistens, weil sie keinen Versicherungsschutz mehr haben, weil es ihnen unnötig erscheint oder weil sie sich aus Scham nicht mehr in eine Behandlung trauen, heißt es in der Vortragsankündigung.

Neben der medizinischen und pflegerischen Basisversorgung wohnungsloser Frauen, Männer und Kinder bietet die Straßenambulanz im Caritas-Sozialzentrum St. Ludwig Behandlungsräume, Möglichkeiten zum Wäschewaschen, Baden und Duschen. Sie verfügt über eine Lebensmittelausgabe sowie eine Kleiderkammer.

Pfarrei übergibt Spende

Am Rande dieser Veranstaltung wird der 40-Prozent-Anteil aus der Caritas-Herbstsammlung, der in der Pfarrei bleibt, als Spende an Roland Stubenvoll, den Leiter der Straßenambulanz, übergeben. Der Spendenerlös wird in die medizinische Versorgung fließen, unter anderem für die Beschaffung von Medikamenten, Verbandsmaterial und Impfstoffen für Kinder. Roland Stubenvoll stellt an diesen Abend die Einrichtung vor und beantwortet auch gerne Fragen. red