Wenn man in einem Entwicklungsland wie in Kenia oder Peru lebt und zur Unterschicht zählt, hat man es nicht leicht, sein tägliches Brot zu verdienen - sei es durch Gelegenheitsjobs und Hilfsarbeiten oder verschiedene kleine Dienstleistungen wie Schuhe putzen und Lasten tragen. Gerade diese Menschen haben es im Zuge der Corona-Pandemie mit den einhergehenden Quarantänemaßnahmen doppelt schwer, zu überleben, weil sie keine Reserven haben und von einem Tag auf den anderen um ihre Existenz kämpfen müssen.

Der Aktionskreis für eine faire Welt e.V. unterstützt seit Jahren verschiedene Projekte in Südamerika und Afrika. Normalerweise ist die Philosophie des Aktionskreises für eine faire Welt e.V., faire Preise für gute Produkte aus Entwicklungsländern zu zahlen, damit sich die Menschen selbst versorgen können.

In Peru helfen die Forchheimer Krankenschwester Petra Thümmler und ihr Mann, der Entwicklungshelfer und Missionar Juan Yalico, beim Bau von Wasserleitungen und Straßen in entlegenen Dörfern, unterstützen beim Aufbau von Kaffeegenossenschaften und versorgen Kranke nach Krankenhausaufenthalten bis sie wieder ganz gesund sind. In Kenia werden Solaranlagen auf Schuldächern ingenieurtechnisch und finanziell unterstützt, damit die Schüler ein gute Ausbildung erhalten können, die Grundlage für eine spätere eigenständige Versorgung ist. In Corona-Zeiten steht aus nachvollziehbaren Gründen die Hungerhilfe im Vordergrund.

Gottesdienst glückt im Freien

Der Aktionskreis für eine faire Welt e.V. in Zusammenarbeit mit Christen aus Röttenbach, Hemhofen und Heroldsbach organisierte deshalb einen überkonfessionellen Benefizgottesdienst, um auf diese Situation aufmerksam zu machen. Da auch in Bayern umfangreiche Auflagen zu erfüllen waren, gestaltete sich die Organisation nicht gerade leicht. Durch die am Sonntag, den 26. Juli, nicht kalkulierbaren Wetterkapriolen mussten von Eberhard Best und Pfarrer Lorentz verschiedene Hygienekonzepte erstellt werden, einmal im Freien sowie in einem Zelt, angebaut an die Bauhofhalle. Letztlich konnte ein Gottesdienst im Freien mit circa 150 Teilnehmenden stattfinden.

Popmusikalisch wurde der Gottesdienst von der Mannoman-Band der Ev.-Luth. Kirchengemeinde gestaltet. Den musikalischen Rahmen formte die Röttenbacher Blasmusik. In einem Informationsteil des Gottesdienstes erfuhren die Zuhörer auch direkt von der erbärmlichen Situation in den beiden Ländern.

Das christliche Engagement summierte sich nach Auszählung der Spendeneingänge auf stattliche 2000 Euro, die über den Aktionskreis für eine faire Welt e.V. an die Projekte direkt und ohne Nebenkosten weitergeleitet werden können.

Spenden sind weiterhin möglich: Faire Welt e.V.: IBAN DE06 7606 9602 0000 4272 09. red