Den Feuerwehren gehen die Freiwilligen aus. Landesweit wird deshalb für das Ehrenamt getrommelt. Unterstützung im Landkreis gibt es von der Kreissparkasse. Mit 20 000 Euro fördert das Höchstadter Kreditinstitut die Jugendarbeit. Jetzt wurden die letzten Spendenbriefe verteilt.
"Die Feuerwehren versehen eine öffentliche Aufgabe", betont Alexander Tritthart (CSU). Trotzdem, so der Landrat von Erlangen-Höchstadt, seien private Spenden unverzichtbar. "Der Feuerwehrverein ist in vielen Gemeinden das Rückgrat des öffentlichen Lebens - und genauso auf finanzielle Unterstützung angewiesen wie jeder andere Verein", unterstreicht Bürgermeister-Sprecher Ludwig Wahl (FW).
Deshalb hätten auch, so berichtete Alexander Tritthart als Vorsitzender, die Sparkassen-Verwaltungsräte Christian Pech, Jörg Bubel, Andreas Hänjes, Irene Häusler, Irmgard Conrad, Friederike Schönbrunn und Adolf Wedel die Idee einer Sonderspende an die Feuerwehr einstimmig befürwortet. Die Idee dazu stammte von den Sparkassen-Direktoren Reinhard Lugschi und Thomas Pickel. "Als Vater und Opa wissen wir, dass es nicht einfach ist, Kinder und Jugendliche bei der Stange zu halten. Da braucht es Ausdauer und ein attraktives Programm", betont Reinhard Lugschi.
Eine Sicht, die auch Kreisbrandrat Matthias Rocca vertritt. "Wir stehen in Konkurrenz zu vielen anderen Freizeitangeboten. Neben der Vorbereitung auf den aktiven Feuerwehrdienst stehen viele weitere Aktivitäten auf dem Programm. Dazu zählen Zeltlager und Ausflüge ebenso wie kleine Dinge." Dazu zählt Rocca beispielsweise Grillfeste oder gemeinsames Eisessen. Diesen Aufwand betreiben die Freiwilligen Feuerwehren freilich nicht ohne Grund. "Allein die Grundausbildung dauert etwa 120 Stunden", erläutert Lena Warter. Ein zeitlicher Aufwand, so die Jugendbeauftragte der Röttenbacher Wehr, den nur noch wenige Berufstätige auf sich nehmen. "Mit der Vorbildung aus dem Kinder- und Jugendbereich ist der Start bei den Aktiven einfacher."


Nur wenige bleiben übrig

Trotzdem bleiben für den Rettungsdienst nur wenige helfende Hände. "Von meinem Ausbildungsjahrgang bin nur ich übrig geblieben."
Kein Einzelfall - weshalb der Feuerwehrverband verstärkt auf Mitgliederwerbung setzt. Unter dem Motto "Stell Dir vor Du drückst den Feuermelder und alle drücken sich" weist man auf die Bedeutung der Floriansjünger hin.
Die letzten Spendenschecks über insgesamt 5000 Euro bekamen nun die kleinen Feuerwehrkameraden aus Adelsdorf, Aisch, Hemhofen, Neuhaus, Röttenbach und Zeckern. Am Rande der dazu im Röttenbacher Feuerwehrgerätehaus ausgerichteten Veranstaltung stellte die heimische Jugendgruppe ihr Können unter Beweis - und erntete viel Applaus. ez