Der Caritasverein der Pfarrei Unterpreppach hielt dieser Tage seine Jahresversammlung im Musikprobenheim ab. Dem Verein gehören derzeit 39 Mitglieder an.

Der Jahresbericht

Mit großem Interesse verfolgten die Anwesenden vor den Regularien und den offiziellen Berichten die Ausführungen von Sabine Paeth zu "Neuerungen im Pflegebereich", dem neuen Caritas-Angebot "CariFair" sowie der Empfehlung "Lebensrettung aus der Dose oder aus dem Kühlschrank".

Der Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden Bruno Deublein reichte von gezielten Katastrophenhilfen über Glückwünsche zu besonderen Mitglieder-Geburtstagen, Zuschuss zur Seniorenarbeit in der Pfarrei bis hin zu sonstigen Sozial-Förderungen, so auch die Kosten für den jährlichen Kostenbeitrag der drei Kirchenstiftungen an den Kreis-Caritasverband Haßberge.

Große Aufmerksamkeit galt den Ausführungen der Referentin, die aus ihrer vielfältigen Praxis als Leiterin der Caritas-Sozialstation die Neuerungen im Pflegebereich darlegte und erläuterte. Für die Erlangung und Einstufung in einen angemessenen Pflegegrad für eine betroffene Person sei fast immer die Hilfe eines Sozialarbeiters (nahezu bei jeder Klinik) hilfreich. Nicht vergessen sollte man, so Sabine Paeth, die Anfertigung einer Vorsorge-Vollmacht und einer Patientenverfügung als wichtige Entscheidungshilfen im plötzlich auftretenden Ernstfall.

Betreuungsmöglichkeiten

Auf das relativ neue Angebot des Kreiscaritas-Verbandes Haßberge verwies die Sprecherin unter dem Stichwort "CariFair", worunter die legale und faire Vermittlung ausländischer Haushalts- und Betreuungskräfte in deutsche Haushalte zu verstehen ist. Es gelten dabei die Grundsätze: gut betreut, fair bezahlt und legal angestellt. Die Beschäftigungsdauer kann dabei flexibel vereinbart werden. Für nähere und kostenlose Informationen sollte man sich an die deutsch und polnisch sprechende Caritas-Koordinatorin Anna Hofmann bei der Caritas in Haßfurt wenden (Telefonnummer 09521/926520).

"Lebensretter"

Ganz neu für die meisten Versammlungsteilnehmer war Sabine Paeths weitere Themenbereich: "Lebensretter aus der Dose oder aus dem Kühlschrank". Gemeint ist dabei das Bereitstellen einer schlichten, äußerlich gut erkennbaren Kunststoffdose in der Größe etwa eines Gewürz-Streuers, in welche ein gefaltetes Informationsblatt eingelegt wird mit allen wichtigen Angaben zu einer namentlichen Person (Personalien, Vorerkrankungen sowie Arznei-Verordnungen, Unverträglichkeiten, Hausarzt und Angehörige, eventuell Haustier, Arbeitgeber). Bei wesentlichen Änderungen im Laufe der Zeit sind die Angaben natürlich zu aktualisieren. Als allgemein bekannter Aufbewahrungsort soll die Türe des Kühlschrankes gewählt werden, weil ein solches Gerät nahezu in jedem Haushalt vorhanden ist. An der Außenseite der Kühlschranktüre weist ein kleiner Aufkleber auf die Dose hin. Im Ernstfall gelangen dann Helfer und Retter auf kurzem Wege zu den wichtigsten Fakten für eine schnelle Hilfeleistung. Sie kann lebensrettend sein. Erwerben kann man die Dose sowohl über die Caritas als auch bei diversen anderen Stellen - so in Kürze auch über manche Seniorenkreise des katholischen Dekanatsbereiches Ebern. on