Bamberg — Wer künftig ohne gültigen Fahrausweis in den Bamberger Bussen unterwegs ist, muss tiefer in die Tasche greifen. Ab 1. August müssen Schwarzfahrer 60 statt bisher 40 Euro zahlen. Diese Neuerung beim sogenannten erhöhten Beförderungsentgelt gilt nicht nur in Bamberg und im Verbundgebiet des VGN, sondern nach dem Willen des Bundesrats bundesweit.
Seit der letzten Anhebung von 30 auf 40 Euro 2003 sind die Löhne und Gehälter, aber auch die Ticketpreise im Nahverkehr gestiegen. Daran gemessen hat nach einhelliger Meinung von Politik und Verkehrsunternehmen ein Betrag von 40 Euro seine abschreckende Wirkung bei vorsätzlich handelnden Schwarzfahrern weitgehend verloren, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke Bamberg Verkehrs- und Park GmbH.

Nachweispflicht beim Fahrgast

Deshalb beschloss der Bundesrat am 26. Mai 2015, das erhöhte Beförderungsentgelt, wie das Bußgeld fürs Schwarzfahren offiziell heißt, auf 60 Euro anzuheben. Kann der Fahrgast nachweisen, dass er zum Zeitpunkt der Kontrolle im Besitz eines gültigen personalisierten Zeitfahrausweises war, reduziert sich dieses wie bisher auf sieben Euro.
Die Anhebung liegt nicht nur im Interesse der Verkehrsunternehmen, denen bundesweit jährlich zirka 250 Millionen Euro entgehen. Auch die ehrlichen Fahrgäste dürften nicht unglücklich über die Erhöhung der Strafe sein.

Auf Kosten der Allgemeinheit

"Rund 99 Prozent unserer Fahrgäste haben einen gültigen Fahrschein, der Rest fährt jedoch auf Kosten der Allgemeinheit und der zahlenden Kunden. Das ist nicht akzeptabel", verdeutlicht Peter Scheuenstuhl, Leiter des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke Bamberg.
Weitere Details zum erhöhten Beförderungsentgelt sind in den VGN-Beförderungsbedingungen unter Paragraf 9 geregelt. Diese sowie alle Informationen zu Fahrscheinen und Fahrplänen veröffentlichen die Stadtwerke unter www.stadtwerke-bamberg.de/mobilitaet auf ihrer Internetseite. red