Einen passenden Fund zum Muttertag hat Sigrid Postler aus Kirchehrenbach gemacht. Beim Säubern einer Schale mit Weintrauben entdeckte sie zwei Früchte, die in der unteren Hälfte zu einem Herz zusammengewachsen waren. Beim Anblick des kuriosen Traubenherzens kamen der zweifachen Mutter und Großmutter, deren beide Töchter bereits erwachsen sind, weitere Gedanken in den Sinn, wie sie verrät: "Zum Ehrentag aller Mütter an diesem Sonntag möchte ich dieses Symbolfoto nutzen, um allen Beschäftigten in Pflege- und Altenheimen einfach nur danke zu sagen."

Diese hätten in den vergangenen Wochen mehr als nur ihre Pflicht getan, meint Postler, deren eigene Mutter seit vorigem Jahr im Rot-Kreuz-Seniorenzentrum Königsbad in der Jahnstraße in Forchheim untergebracht ist und dort ein Zimmer hat: "Unsere Mama hat neben mir meine weiteren sieben Geschwister zur Welt gebracht; mit Beginn der Corona-Krise und dem damit verbundenen Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheim durften wir alle sie aber nicht mehr im Zimmer besuchen."

Das Team des Pflegeheims um Leiterin Karin Amon habe aber von Beginn an vorbildlich reagiert und immer an Möglichkeiten getüftelt, dass ein Kontakt nicht nur über das Telefon, sondern auf irgend einem Weg möglich ist. Zuletzt sei sogar ermöglicht worden, dass man mit seinen Angehörigen über ein geöffnetes Fenster direkt neben dem Büro der Heimleitung im Erdgeschoss sprechen konnte: "Das hat vor allem unserer Mama sehr geholfen, die in manchen Telefonaten aus Verzweiflung weinte. Dafür und für viele zusätzlich erbrachte Mühen möchten wir uns beim Team und stellvertretend für alle Pflegekräfte mit diesem symbolischen Herzen bedanken."