Kulmbach — Die überparteiliche Europa-Union fordert in einer Stellungnahme zum Europatag die EU-Mitgliedstaaten auf, mehr Verantwortung für Flüchtlinge zu übernehmen. "Am 9. Mai gedenken wir der Anfänge des europäischen Friedensprojekts. Der dauerhafte Frieden innerhalb der Europäischen Union ist unser größtes Glück und gleichzeitig Auftrag für uns, Menschen aus Krisengebieten Schutz zu gewähren. Der Tod unzähliger Flüchtlinge im Mittelmeer ist unseres Wohlstandes und unserer Werte unwürdig", sagt Thomas Nagel, Vorsitzender der Europa-Union Kulmbach.
"Eine Europäische Union, die sich als Festung versteht, verletzt ihre eigenen Grundwerte. Die Flüchtlinge, die sich auf den gefährlichen Weg nach Europa begeben, sehnen sich nach dem, was für uns inzwischen alltäglich ist: Freiheit, Sicherheit und Frieden", fährt Nagel in seiner Stellungnahme fort. "Die Aufnahme von Flüchtlingen allein reicht jedoch nicht aus", unterstreicht Beniamino de Pellegrin. "Kriegsflüchtlinge müssen bereits in den Nachbarregionen angemessen versorgt werden. Hier kann finanzielle Unterstützung aus Europa eine große Verbesserung bewirken", erklärt de Pellegrin. red