Er beschreibt sich in einer Pressemitteilung als der defekte Aufzug im neuen Rathaus am Zob. Der Kopfschmerz des Stadtrats am Tag nach dem Bockbieranstich und das rostige Loch unten in der so beliebten Coburger Amphibienkutsche. Als die geheime Bodenprobe der Muna und der fettige Lángos vom Maxplatz-Event. Nun ist er zurück: Florian Herrnleben.

Aufgewachsen in einer Puppenspielerfamilie und selbst inzwischen Darsteller des Bamberger Kasperls in vierter Generation, tritt er inzwischen auch immer öfter selbst hinter der Holzwand der Kasperlesbühne hervor und nimmt seine Zuschauer mit in die Gedankenwelt eines Nörglers. Nun mit seinem neuen Solo-Kabarettprogramm "Overnörgelism".

Zurück kommt er nach einigen Weltumsegelungen als Kreuzfahrtclown, bei denen er am eigenen Leib erlebte, was ein Shitstorm bedeuten könnte, wenn sich vor allem die "Tritt doch lieber kostenlos hier auf, ist doch Werbung für dich!"-Fraktion aufbläht (wohl eher aus Neid denn aus Sorge ums Klima). Dass sich hier in Bamberg trotz oder wegen seiner Abwesenheit kaum etwas verändert hat, oder sagen wir "alles so ist, wie es halt schon immer war", stellt er schnell fest und nutzt die Gunst des Quartals, um mit allen und allem abzurechnen, was kurz vor dem großen Showdown im März des Wahljahrs 2020 sonst eventuell in Vergessenheit geraten wäre.

Bamberg von A bis Z

Mit bekannt kompromissloser Rhetorik pflügt sich der Kabarettist, Kolumnist und Puppenspieler Herrnleben einmal quer durch die Weltkulturerbestadt: A wie Asyl, M wie Muna, T wie Tourismus und Z wie fauler Zauber.

Er hat zu jedem Thema der Welt und der Weltkulturerbestadt eine eigene Meinung. Und wenn er zwischendurch entspannt lustige Geschichten von seinen Reisen über die Weltmeere oder aus seinem Alltag erzählt, dann auch nur um kurz Luft zu holen - für den nächsten Rundumschlag in Richtung Stadt-, Landes- und Bundespolitik.

Am 9., 10. und 11. Januar 2020, jeweils um 20 Uhr, präsentiert Florian Herrnleben sein neuesten Programm "Overnörgelism" im Gewölbekeller der Gaststätte Ahörnla Bamberg (Obere Sandstraße). Karten gibt es im Vorverkauf für 15 Euro an allen bekannten Vorverkaufsstellen. red