von unserer Mitarbeiterin Sabine Weinbeer

Haßfurt — "Herr, du hast g'sacht, du verstehst jeda Spraach", so betete Diakon Manfred Griebel eingangs des ersten Mundart-Gottesdienstes, den er zusammen mit dem Autoren Wilhelm Wolpert gestaltete. Viele Gläubige ließen sich in der Stadtpfarrkirche in Haßfurt in den Bann ziehen, denn in Mundart bekommen viele bekannte Gebete und Bibeltexte eine ganz neue Intensität.
Ein Gottesdienst in Mundart - das hätte auch leicht ins Humoristische abrutschen können. Nicht, dass man nicht auch am Mittwochabend hätte schmunzeln können über manche Formulierung, doch gleichzeitig ist fränkisch auch direkt und geradlinig. Das wurde deutlich im Vaterunser, aber auch im Evangelium vom guten Samariter und seiner Auslegung: "Des spürt der fei, dass des a Ausred is. Wenn dich aaner braucht, dann freech net lang, helf na.