Wie inzwischen zur Tradition geworden, luden die Heroldsbacher Chöre zur Chorserenade ein. Man könnte dieses Chöretreffen als kleine Schwester des Chorfestes sehen, das eine Woche später in Coburg stattfand. Allerdings kamen in Heroldsbach nur sieben Chöre zusammen, in Coburg waren es über 120.
Nichtsdestotrotz zeigte sich einmal mehr, dass Heroldsbach als Hochburg des Chorgesangs gelten kann, denn wo findet man mehr Sängerinnen und Sänger proportional zur Einwohnerzahl, wo gibt es mehr leistungsbewusste Chöre und mehr unterschiedliche Facetten des Chorgesangs als in unserer oberfränkischen Gemeinde?
Der "Neue Chor" war dieses Mal der Ausrichter, und deshalb begrüßte Vorsitzende Gundula Carlheim die zahlreichen Gäste aus nah und fern. Und mit freundlichem "Hallo, wie geht's" in der "Netten Begegnung" von Oliver Gies setzte der Chor praktisch diese Begrüßung fort.
Die Thurner Eintracht brachte einen wunderbar starken Männerchorklang auf die Stufen, kraftvoll ertönte das schon öfter gehörte Lied "Aus der Traube in die Tonne". Hier drehte sich alles um den Wein. Allerdings dürfte den meisten Kehlen an diesem warmen Sommerabend das Bier noch besser geschmeckt haben.
Der Liederkranz Poppendorf gefiel mit einigen Sätzen, dem bekannten Schlager "Heimat, deine Sterne" und entführte mit dem "Capriccio" und dem "lockenden Venezia" nach Italien.
Der Männerchor "Cäcilia" ließ nicht nur die Puppen tanzen im Song von der "Zuckerpuppe in der Bauchtanztruppe", sondern wartete auch noch mit dem Lied vom "Teddybär" auf, der bei der Angebeteten mehr Ansehen genießt als der Liebhaber, bevor das Publikum in die Pause ging.
Vom "Vokalensemble der Eintracht" ist man ja puren Wohlklang gewöhnt. Allerdings wäre es schön, wenn die Herren nicht nur beim letzten Song "Es war ein Mädchen und ein Matrose" etwas mehr Kontakt zum Publikum hielten. Wie das funktioniert, zeigte der Kirchenchor, der das Lied "Ich will keine Schokolade" nicht nur mit gutem Ton und voller Überzeugung sang, sondern auch darstellte.
An die Volksseele appellierte der MGV Erholung mit den Stücken "Jeder Tag ist ein Geschenk" und "Wenn mer sonntags in die Kirche gehen, s'war immer so ..." und zeigte, was die "Wahre Liebe" ausmacht.


Abschied in den Sonntag

Den Abschluss bildete der "Neue Chor" mit der Bildergeschichte von der Katze, die immer wiederkehrte "The Cat Came Back". Mit "Wochenend und Sonnenschein" wurden die Zuhörer in den Sonntag geschickt.
Natürlich war der Abend viel zu schön, um gleich nach Hause zu gehen. Lange noch saß man beisammen, wenn man nicht, wie die Thurner Sänger, am nächsten Morgen in Coburg schon wieder musikalisch antreten musste. red