"Zu Beginn des Herbstes hat sich das Wachstumstempo in der Coburger Wirtschaft etwas abgeflacht. Von einer grundsätzlichen Trendwende gehen wir aber vorerst nicht aus. Das liegt am kräftigen Binnenkonsum und gestiegenen Investitionsabsichten unserer Unternehmen", kommentiert Präsident Friedrich Herdan die Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage. Ihre aktuelle Geschäftslage schätzen die Unternehmen noch überwiegend als gut ein (aktuell 51 Prozent, Vor-Umfrage 55 Prozent). Für 39 Prozent ist die Lage befriedigend (38 Prozent). 10 Prozent sind unzufrieden (7 Prozent).
Der IHK-Konjunkturklima-Indikator erreicht einen Wert von 127 Punkten und überschreitet seit nunmehr vier Jahren seinen langfristigen Durchschnittswert von 116 Punkten. Der Indikator bildet als Stimmungswert sowohl die aktuelle Geschäftslage der Unternehmen ab als auch die Geschäftserwartungen.
Mit Blick auf den Ausgang der Bundestagswahl fordert IHK-Präsident Herdan: "Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist noch gut, aber die Betriebe machen sich Sorgen, ob dies auch so bleibt. Deshalb sind rasche Koalitionsverhandlungen von außerordentlicher Wichtigkeit. Wir brauchen jetzt eine stabile Regierung, die Wirtschaftsthemen im Zeichen von Globalisierung und Digitalisierung wieder mehr in den Fokus nimmt. Nur dann können sich unsere Unternehmen auf einer soliden, berechenbaren Grundlage weiterentwickeln."
Zu den dringendsten Handlungsfeldern zählt Herdan für die Coburger Wirtschaftsregion: "Zügiger Ausbau des Breitbandnetzes, um die Chancen der Digitalisierung optimal nutzen zu können. Förderung von Forschung und Entwicklung. Schaffung einer zukunftsfesten Verkehrsinfrastruktur. Stärkung von Aus- und Weiterbildung zur Deckung des Fachkräftebedarfs sowie steuerliche Entlastungen."
Der Blick in die Zukunft ergibt folgende Erwartungen: In über einem Drittel der Betriebe wird weiterhin eine Verbesserung der Geschäftslage erwartet und 52 Prozent rechnen damit, das Niveau halten zu können. 13 Prozent befürchten einen Rückgang der Geschäfte. red