Zum Bericht über den Faschingszug des SKK in Bad Staffelstein erreichte uns folgende Leserzuschrift.

Beim Faschingsumzug des Staffelsteiner Karnevals-Klubs (SKK) am vergangenen Samstagnachmittag hat sich ein Vorfall ereignet, der tief erschüttert hat und mich gleichzeitig schwer verletzt hat. Auch war mir dieses eklatante Schauspiel, welches ich leider mit ansehen musste, sehr peinlich.
Ich wäre am liebsten in Grund und Boden versunken, so hat mich diese peinliche Situation, die ich über mich ergehen lassen musste, berührt. Ich bin bis dato nicht darüber hinweggekommen.
Ich lebe seit einiger Zeit hier in Bad Staffelstein im hiesigen BRK-Wohn- und Pflegeheim. Durch meine Gehbehinderung bin ich auf einen "Rollator" dringend angewiesen. Gott sei Dank gibt es dieses Gefährt, sonst wäre ich aufgeschmissen. Ich könnte mich sonst nicht in meiner geliebten Heimatstadt Bad Staffelstein frei und ohne Komplikationen fortbewegen.
Ich habe nichts gegen Faschingsumzüge und auch verurteile ich nicht unsere Jugend. Aber was sich da am Samstag beim Umzug des SKK eine Gruppe Jugendlicher geleistet hat, war eine Verunglimpfung sondergleichen.
Für mich persönlich war das ein Eklat par excellence! Alte, gebrechliche Leute nachzuäffen, sie zu verspotten, ist doch das Allerletzte. Ich sehe jeden Tag dieses Leid hier in unserem Heim und das ist bitterer Ernst, den ich da zu sehen bekomme.
Also brauche ich nicht noch extra auf einen Faschingsumzug zu gehen, um mir anzusehen, wie ein alter gebrechlicher Mann Schwierigkeiten beim Laufen hat und dies sowohl mit einem Gehstock als auch mit einem "Rollator".
Ich gönne jedem seinen Spaß, sowohl den Darstellern als auch den Zuschauern. Aber das, was ich zu sehen bekam am Samstag, war kein Spaß für mich. Im Gegenteil: Ich habe mich auf deutsch gesagt "verar...." gefühlt.

Peter Kruppa
Bad Staffelstein