Gemeinsam mit der Firma Woco Kronacher Kunststoffwerk hat das Technologietransferzentrum der Hochschule Coburg ein erfolgreiches Forschungsprojekt abgeschlossen. Das Ziel war die Entwicklung einer neuartigen mechatronischen Systemeinheit.

Dazu wurde ein Aktuatorsystem für Industriebereichen entwickelt. Alle Arbeitsschritte seien erfolgreich abgeschlossen werden, berichtet Alexander Müller, als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Alexander Rost vom Technologietransferzentrum Automotive mit dem Projekt betraut.

Aktuatoren bilden einen wesentlichen Teil mechatronischer Regelsysteme in Pkw und Nutzfahrzeugen: Sie setzen die elektrischen Signale des Steuergerätes in eine Aktion um. Der neue Aktuator funktioniert auf elektrohydraulischer Basis und wurde in Motorenversuchen an der Hochschule getestet. Dabeiarbeitete die Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik eng mit ihrem Kooperationspartner aus Kronach zusammen.

Der Aktuator kann beispielsweise zur Verstellung der Leitschaufeln in modernen Turboladern eingesetzt werden. Müller erklärt: "Das Besondere an dem Aktuator ist, dass er in sehr hohen und sehr niedrigen Temperaturbereichen nahezu gleichbleibend funktioniert. Außerdem ist das Bauteil vergleichsweise leicht, das spart Gewicht beim Fahrzeug. Das wiederum reduziert den CO2-Ausstoß."

Das neuartige Stellerkonzept wurde an die Entwicklungsabteilung des Kooperationspartners übergeben und kann in Serie gehen. Dr. Anton Wolf, Leiter der Vorentwicklung der Woco Industrietechnik GmbH, lobt die Zusammenarbeit von regionaler Wirtschaft und der Hochschule Coburg.

Das Transferprojekt steht unter der Leitung von Prof. Dr. Alexander Rost, Prodekan der Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik und Vorstand des Ressorts Werkstoffe im Technologietransferzentrum der Hochschule. Er bekräftigt in einer Pressemitteilung der Hochschule: "Ich bin mit den Ergebnissen des Projektes und den daraus resultierenden wissenschaftlichen Verwertungen und Veröffentlichungen sehr zufrieden."

"Gute Symbiose"

Außerdem stelle es einen langfristigen Gewinn für die Region dar, denn der Aktuator solle künftig zu großen Teilen am Standort in Kronach gefertigt werden.

Wolf resümiert: "Hochschule und Wirtschaft bilden eine gute Symbiose für die strategische Zukunftsausrichtung innovativer Unternehmen." red