Auch die Tagespflege-Einrichtungen haben unter den Folgen der Corona-Pandemie zu leiden. Aber die alten Menschen haben noch eher gelernt, sich in Geduld zu üben und auch in schwierigen Zeiten den Optimismus nicht zu verlieren. Hier eine Momentaufnahme aus der AWO Tagespflege Bad Brückenau:

Es ist genauso gemütlich und harmonisch, aber ruhiger als zuvor, heißt es in einer Pressemeldung der AWO. An dem Eingang steht Desinfektionsmittel bereit, darüber der Hinweis: "Bitte die Hände sorgfältig desinfizieren und Mund-Nasen-Schutz anlegen". Auswirkungen und Vorsichtsmaßnahmen sind für die Senioren also schon beim Betreten zu spüren.

Die Mitarbeiterinnen tragen FFP2-Masken. Drei Mal wöchentlich werden Abstriche aus aus Mund und Nase entnommen und ein PoC-Antigen-Test gemacht. Bei allen Besuchern wird die Körpertemperatur vor Eintritt in die Tagespflege von einem externen Dienst ermittelt, einmal wöchentlich wird auch bei ihnen ein Abstrich genommen und ein PoC-Antigen-Test gemacht. Gäste, die von ihren Angehörigen gebracht werden, bringen ihren Wert mit. Über die Durchführung der PoC-Antigen-Testung wurden zuvor Gäste, Angehörige, und gesetzliche Vertreter aufgeklärt und eine schriftliche Einwilligungserklärung eingeholt.

Einhalten der Abstandsregeln

Im Großen und Ganzen, funktioniert der neue Alltag trotz Herausforderungen aber ganz gut, heißt es in der Pressemitteilung der AWO. Unter Einhaltung der Abstandsregeln würden die Tagesgäste betreut.

An der großen Tafel wurden Plexiglas-Trennwände aufgestellt. Um die Abstände einzuhalten zu können, wurde die Gruppe verkleinert. Nicht jeder kann an seinem Wunschtag kommen, aber alle haben großes Verständnis dafür. Viele bleiben aber auch noch zuhause, weil sie Angst vor Ansteckung haben.

Besonders der kameradschaftliche und herzliche Körperkontakt fehlt den alten Menschen sehr. Die Begrüßung per Handschlag die bei vielen Senioren einen hohen Stellenwert hat, ist verboten.

Durch den Mund-Nasen-Schutz ist die Verständigung besonders bei den Gästen, die schlecht hören können, erschwert. Immer wieder wird gut durchgelüftet.

Doch meistens geht es unter den Tagesgästen fröhlich zu, heißt es aus dem Haus. Es überwiegedie Freude, wieder hierher kommen zu dürfen.

Die Kreativität der Betreuungskräfte ist mehr als sonst gefordert, da alles möglichst kontaktlos erfolgen muss. Vor allem heitere Geschichten und Anekdoten werden erzählt, und so wie es das Wetter zulässt, geht es zu einem Spaziergang nach Draußen.

Noch sensibler sein

Neben den wöchentlichen Testungen werden alle Hand-Kontaktflächen am Tag, bei Bedarf auch häufiger, gereinigt und desinfiziert, benutzte Kissenbezüge und Decken gewaschen. "Wenn dies auch für die Mitarbeiterinnen bedeutet, dass sie sich noch besser organisieren und noch sensibler sein müssen, um auf die Einhaltung der geforderten Schutzmaßnahmen zu achten, tun wir das für unsere Gäste gerne", machte Leiterin Claudia Ditzel bei dieser Gelegenheit deutlich. red