Herzogenaurach — Mit einem Eimer Erde aus Dürnbach, heute Potocišt,ě bereitet Dieter Illner nicht nur dem Museumsteam eine große Freude. Auch die Herzogenauracherin Berta Fritsch, die 1928 in dem Dorf geboren wurde und dort aufwuchs, ist begeistert. Das außergewöhnliche "Exponat" komplettiert seit gestern die Sonderschau über "Die verschwundenen Orte" im Stadtmuseum Herzogenaurach.
Dürnbach, ganz im Westen Böhmens gelegen, hat für Herzogenaurach eine besondere Bedeutung. Eine Gruppe von Dürnbachern, die aus der Tschechoslowakei vertrieben worden waren, kam 1946 in Herzogenaurach an. Berta Fritsch: "Herr Köhler, er war Schreiner, sorgte dafür, dass alle zusammenblieben, er hielt die Gruppe bis Herzogenaurach zusammen."
Nur wenig durften sie damals mitnehmen, 50 Kilogramm pro Person.