von unserem Mitarbeiter Alfred Thieret

Kreis Lichtenfels — Das Heilpädagogische Zentrum der Caritas (HPZ) hat die Geschäftsführung der katholischen Kindertagesstätten in Marktzeuln, Marktgraitz, Schwürbitz und Neuensee übernommen. Darüber informierte HPZ-Gesamtleiterin Maria Wiehle in Anwesenheit von Dekan Michael Schüpferling, Pfarrer i. R. Wolfgang Scherbel, Pfarrer Diter Glaeser, des Marktzeulner Bürgermeisters Gregor Friedlein-Zech (FW) sowie der Kirchenpfleger und der Kindergartenleiterinnen.
Der Schwürbitzer Kirchenpfleger Stefan Fleischmann begründete als Initiator der Maßnahme die Übergabe der Geschäftsführung an das HPZ. So hätten nach der Einführung des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes (BayKiBiG) und der kindbezogenen Förderung die administrativen Arbeiten rund um die Verwaltung eines Kindergartens massiv zugenommen. Hinzugekommen sei der gesetzliche Anspruch der Eltern auf einen Kindergarten- oder Krippenplatz. Dies habe beispielsweise in Schwürbitz zu einem massiven Personalaufbau von vier auf 14 Mitarbeiterinnen innerhalb von rund zehn Jahren mit dem dazugehörenden Verwaltungsaufwand geführt. Zudem hätten sich hohe finanzielle Risiken für die Kirchenstiftung durch die ständige Gefahr der Förderkürzung bei Nichteinhaltung der sogenannten Anstellungsschlüssel ergeben.
Die Pfarreien des Seelsorgebereichs Steinach-Rodach-Main hätten in den vergangenen Jahren den Handlungsbedarf erkannt und sich auf der Suche nach einer Entlastung der Ehrenamtlichen zu einer Geschäftsführerlösung entschlossen. Verhandlungen zwischen den Kirchenstiftungen, dem HPZ, der Caritas und dem Erzbischöflichen Ordinariat hätten schließlich in den Abschluss von Geschäftsführerverträgen mit dem HPZ gemündet, betonte Stefan Fleischmann. Die Entscheidungsträger waren sich einig, dass die Kirchenstiftungen damit eine voraussichtlich langfristig tragfähige Lösung für die Geschäftsführung der Kindergärten gefunden haben.
Als Vorteile wurden eine professionelle Personalführung, soweit sinnvoll einheitlich gestaltete Prozesse, klare Strukturen und Ansprechpartner für die Kindergartenleitungen sowie Einhaltung aller sich ständig verändernden gesetzlichen Bestimmungen genannt. Die Kirchenstiftungen bleiben natürlich Träger der Einrichtungen (in Marktzeuln ist dies ein Trägerverein). Maria Wiehle bedankte sich herzlich für das Vertrauen.