Dom- kapitular Thomas Teuchgräber spendete in der St.-Marienkirche 29 Jugendlichen aus den Pfarreien Rothenkirchen, Nordhalben, Förtschendorf, Teuschnitz, Pressig, Tschirn, Gifting, Reichenbach und Marienroth das heilige Sakrament der Firmung.

Die Firmung ist eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche. Mit ihr vollendet und bestätigt der Firmling seine Taufe und bestärkt seine lebenslange Verbindung mit Gott und der Kirche.

Ungewöhnliche Firmvorbereitung

Wie war es zu diesem Zeitpunkt zu der Firmung gekommen? Die Firmvorbereitungen waren ordentlich durcheinandergewirbelt worden. Nach dem ersten Firmwochenende im Jugendhaus am Knock im März kam der Lockdown und damit zunächst die Absage aller geplanten Aktionen und Treffen der Firmlinge.

Aus der Not heraus wurde der Firmkurs auf digital umgestellt und ein "Firmkurs at home" entwickelt. Die Themen wurden neu, interessant und innovativ aufbereitet. So konnte sich jeder Firmling mit Smartphone oder Tablet mit den Inhalten befassen.

Die Erfahrung zeigte aber auch, dass christliche Gemeinschaft eine persönliche Begegnung braucht. Insofern war man froh, dass man sich im September wieder in Kleingruppen treffen durfte. Und so konnten zwei Firmgruppenstunden und ein Abend der Versöhnung stattfinden. Diese Einführungskurse wurden vom Pastoralreferenten Josef Grünbeck und dem Gemeindereferenten Andreas Roderer abgehalten.

Der Festgottesdienst

Nach einem Willkommensgruß von Dekan Detlef Pötzl an Domkapitular Teuchgräber, die Firmlinge mit ihren Paten und die Eltern mit Verwandten begann dann der Festgottesdienst zur Firmung. Der Domkapitular gab Hinweise zu den bisherigen Firmvorbereitungen. Ihm zur Seite standen Dekan Pötzl, Diakon Alfred Trebes und Gemeindereferent Roderer.

Es folgte das Versprechen der Firmlinge. "Durch das Sakrament der Firmung werdet ihr vollkommener mit der Kirche verbunden und mit dem Licht und der Kraft des Heiligen Geistes ausgerüstet. Und nach der Firmung werdet ihr bereit sein, christliche Verantwortung überall dort zu übernehmen, wo ihr hingestellt seid. Seid ihr bereit, das Sakrament der Firmung zu empfangen und als Gefirmte im Geist und in der Gesinnung Jesu zu leben?", fragte Domkapitular Teuchgräber.

Die Firmlinge antworteten: "Ich bin bereit!"

Ebenso fragte der Domkapitular die Paten, ob sie ihrem Patenkind als Hilfe zur Seite stehen und es durch das Leben begleiten wollten. Die Paten erklärten ihre Bereitschaft dazu. Im Anschluss folgte das Glaubensbekenntnis.

Der große Augenblick

Und dann kam der große Augenblick der Firmung durch den Domkapitular Teuchgräber: Die Paten legten jeweils ihre rechte Hand auf die Schulter des Firmlings. Der Domkapitular tauchte Watte in das geweihte Öl (Chrisam) und zeichnete damit auf die Stirn des Firmlings ein Kreuz mit den Worten: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist."

Der Firmling antwortete mit "Amen". Teuchgräber fuhr fort: "Der Friede sei mit dir!"

Die Fürbitten wurden von den Firmlingen und Paten vorgetragen. Am Ende des Festgottesdienstes bedankten sich die Firmlinge bei Domkapitular Teuchgräber für den schönen Festgottesdienst und überreichten ein Geldgeschenk für das Bonifatiuswerk. Die Spenden sollen dazu beitragen, dass auch Christen in der Diaspora gut leben können.

Eine besondere feierliche Note erhielt der Gottesdienst durch das bekannte Gesangsduo Bernd Jungkunz mit seiner Tochter Lea. An der Orgel spielte Rudi Jungkunz.

23 Firmlinge in Reichenbach

Zwei Stunden später spendete Domkapitular Teuchgräber auch in Reichenbach in der St.-Michaelskirche 23 Jugendlichen aus den Pfarreien Haßlach b.T., Steinbach/Wald, Hirschfeld, Windheim, Buchbach, Tettau, Kehlbach und Ludwigsstadt das heilige Sakrament der Firmung.

Pfarrer Thomas Hauth begrüßte besonders den Firmsegenspender wie auch die Firmlinge mit ihren Paten, Eltern und Verwandten. Es folgte der gleiche Ablauf wie in Teuschnitz. Die Fürbitten wurden von den Neugefirmten und Erwachsenen vorgetragen.

Am Ende des Gottesdienstes bedankten sich auch hier die Firmlinge bei dem Domkapitular und überreichten ihm eine Geldspende für das Bonifatiuswerk. Der Gottesdienst wurde verschönert durch die Gruppe "Imsel & Imsel". An der Orgel spielte Bernd Jungkunz.