Nach nur einem Punkt aus den ersten drei Partien der Fußball-Kreisklasse Bamberg 2 fand sich der letztjährige Aufstiegskandidat SC Heiligenstadt in ungewohnten Tabellenregionen wieder. Die Mannschaft von Spielertrainer Johannes Veth blieb allerdings ruhig, gewann ihre nachfolgenden drei Spiele deutlich und kletterte im Tableau schnell nach oben. "Grundsätzlich sind wir mittlerweile durchaus zufrieden", sagt der Coach deshalb zu anpfiff.info.
Zunächst verlor Heiligenstadt beim Absteiger und aktuellen Tabellenführer FC Altendorf, dann zu Hause gegen Aufsteiger SV Wernsdorf, ehe immerhin ein Remis in Weichendorf heraussprang. Mit Dauerrivale Aufseß und dem ehemaligen Landesligisten Strullendorf fand sich der SC am Ende der Tabelle wieder, doch anders als die beiden Kontrahenten kämpfte sich die Veth-Elf schnell heraus. Die Gründe?
"Zum einen hatten wir unsere Ansprüche ein wenig heruntergeschraubt, weil wir nicht mehr ganz so breit aufgestellt sind wie in den Vorsaisons", spricht Veth unter anderem die Abgänge von Pascal Hofmann (SpVgg Muggendorf) und Stefan Richter (SV Moggast) an. "Darüber hinaus hatten wir zu der Zeit ziemliches Verletzungspech. Langsam, aber sicher wird das besser.


Reichenberg kehrt bald zurück

Auch Philipp Reichenberg "ist wieder im Training, hatte schon kurze Einsätze, ist aber noch nicht bei 100 Prozent", erklärt der 33-Jährige, der seinen Denker und Lenker langsam heranführen will. Der dritte Punkt, der den Verein aus der Marktgemeinde nach dem Fehlstart ruhig bleiben ließ, ist die Tatsache, dass in den ersten Spielen mehr drin gewesen sei. "Gegen Altendorf haben wir 2:0 geführt. Allerdings muss man auch sagen, dass der FCA dann richtig gut war, das Spiel nicht unverdient gedreht hat und aus meiner Sicht bis zum Schluss ein Wörtchen oben mitreden wird", sagt Veth.
"Bei der Heimniederlage gegen Wernsdorf haben wir aus unseren zahlreichen Chancen viel zu wenig gemacht. Deswegen tut diese Niederlage natürlich weh", erklärt Veth, der das 1:2 als einzigen negativen Ausreißer bezeichnet. Denn in Altendorf könne man verlieren. Auch der Punkt in Weichendorf sei aller Ehren wert gewesen. Mit zehn Zählern und 15:2 Toren aus den vergangenen vier Begegnungen pirschte sich Heiligenstadt auf Rang 6 vor. Nicht nur sein Team, sondern auch die gesamte Liga schätzt der Coach "noch kurioser und weniger ausrechenbar als in der vergangenen Serie" ein. "Aus den letztjährigen Top 6 haben einige Federn gelassen, dazu hat Weichendorf langfristig wichtige Ausfälle zu beklagen", sagt Veth, der den SCH seit seinem Amtsantritt 2014 stetig weiter oben ins Ziel führte und auf Schlagdistanz bleiben will. "Wenn wir halbwegs alle Mann an Bord haben, muss man gegen uns erst einmal gewinnen", sagt Veth vor den Duellen mit den Kellerkindern Giech am Sonntag zu Hause und bei Nachbar Aufseß eine Woche später.