Ein leuchtendes Denkmal in Form eines sargartigen Schreins für die heilige Elisabeth von Thüringen erwartet Besucher derzeit im Dom. Noch bis zum 1. Advent gastiert das Kunstwerk des Münchner Künstlers Philipp Schönborn in Bamberg, berichtet die Bistumspressestelle.

Die Grablege von Elisabeth von Thüringen in Marburg regte Schönborn zu seinem sargartigen Schrein "Elisabeth von Thüringen" an. Leuchtend bunte Bilder umfassen die schmale, einfache Kistenform. Auch sie stammen aus der Marburger Elisabethkirche und wurden bewusst unscharf aufgenommen. Auf dem mittelalterlichen Fenster wird das kurze Leben der ungarischen Königstochter Elisabeth (1207 bis 1231) erzählt: Wie sie nach dem frühen Tod ihres Mannes dem höfischen Leben entfloh und sich der Speisung und Pflege der ärmsten und der kranken Menschen widmete. Dem heiligen Franziskus nachfolgend, fand sie ihren Platz bei den Menschen in Not.

Kurze Zeit in Bamberg

Elisabeth kam 1228 für kurze Zeit nach Bamberg, nachdem sie von der Wartburg verstoßen worden war und sich in Eisenach auf eigene Faust durchgeschlagen hatte. Ihr Onkel, Ekbert von Andechs-Meran, von 1203 bis 1237 Bischof von Bamberg, wollte ihre Wiederverheiratung durchsetzen, wogegen sich Elisabeth erfolgreich wehrte.

Das leuchtende Kunstwerk reist seit 2017 zu den Orten, die mit Elisabeth in Beziehung stehen oder an denen sie früh verehrt wurde. Er ist am Kryptaabgang vor der Namensliste der Bischöfe des Domes platziert.

Philipp Schönborn wurde 1943 in Prag geboren, wuchs in Österreich auf und lebt in München. Künstlerisch gesehen spielen Licht und Farbe bei seinen Themen Natur, Kunst und Religion die wichtigste Rolle. Zuletzt zeigte Schönborn eine Einzelausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien.

Zum Festtag der heiligen Elisabeth von Thüringen feiert Erzbischof Ludwig Schick am heutigen Donnerstag um 19 Uhr ein Pontifikalamt im Dom. red