Hedwig Weigand aus Eltmann feierte am Freitag ihren 90. Geburtstag.
Dazu trafen viele Gratulanten bei ihr in der Wallburgstraße ein. Der Jubilarin gratulierten sechs Töchter (zwei weitere Töchter sind schon verstorben), 17 Enkel und 24 Urenkel. Der Bürgermeister Michael Ziegler (CSU), der auch stellvertretender Landrat ist, sprach namens der Stadt und des Landkreises Haßberge Glückwünsche aus.
Hedwig Weigand, eine geborene Jaud, erblickte 1927 in Neuhausen bei Priesendorf das Licht der Welt. Sie arbeitete in ihrer Jugendzeit in der Gaststätte und Metzgerei Pfrang in Haßfurt. Dazu wohnte sie bei ihrer Tante, denn die Arbeitswoche kannte damals nur einen freien Tag. Verheiratet war sie mit Albin Weigand, der aus Kirchaich stammte. Ihr Mann war gelernter Müller. Er wurde in den Krieg eingezogen, aus dem er krank zurückkehrte. Später arbeitete er in der Fabrik bis zu seinem Rentenalter. 2006 ist er verstorben.


Für das "Mädelhaus" im Einsatz

Hedwig Weigand widmete sich dem großen Haushalt und ihrem "Mädelhaus". Später unterstützte sie auch die Familien ihrer Töchter und half zum Beispiel gerne in der Landwirtschaft mit. Als die Kinder erwachsen waren, entdeckte sie das Reisen. Sie fuhr gerne in die Alpen, besuchte London sowie Frankreich mit dem Wallfahrtsort Lourdes. Erst im letzten Jahr war sie noch auf der Insel Kreta unterwegs.
Ihrem Garten galt immer ihre große Liebe und soweit es möglich ist, ist sie hier auch noch aktiv. Allerdings hat in den letzten Jahren ihre Sehkraft stark nachgelassen. Wie ihre Kinder meinten, genießt die Jubilarin ihr Leben, soweit es eben geht.
Auf ihre frühere Arbeit in der Gastronomie ist es möglicherweise zurückzuführen, dass sie trotz ihres hohen Alters noch gerne mit in Heckenwirtschaften oder in Gastwirtschaften geht. Mit einer Sehhilfe liest sie die Tageszeitung und nimmt Anteil am gesellschaftlichen Leben in der Stadt Eltmann.