von unserem Mitarbeiter  Ralf Naumann

Haßfurt — Der 3:2-Penaltyerfolg bei den "Mighty Dogs" in Schweinfurt Anfang November bleibt vorerst der einzige Auswärtssieg der Saison für den ESC Haßfurt in der Eishockey-Landesliga Nordost, denn die "Hawks" verloren an Dreikönig das Nachholspiel beim ERSC Amberg. Bei der 3:5 (0:2, 2:1, 1:1)-Niederlage gaben ESC-Schlussmann Martin Hildenbrand und seine lediglich zehn Vorderleute jedoch eine sehr gute Figur ab und machten dem Favoriten das Leben bis zum Ende richtig schwer.
"Die Jungs haben super gespielt", zeigte sich ESC-Coach Lubos Thür mit der Leistung seiner Mannschaft, in der wieder zahlreiche verletzte oder beruflich verhinderte Spieler fehlten, "vollkommen zufrieden. Mit einer Ausnahme: der Chancenverwertung." Der 49-Jährige ärgerte sich darüber, dass trotz der zahlreichen Tormöglichkeiten lediglich drei Treffer heraussprangen. "Wir hätten sechs, sieben Tore erzielen müssen. Bei fünf gegen fünf waren meist einen Schritt vorne und besser."
Vor offiziell 420 Zuschauern lagen die "Hawks" wieder mit 0:3 im Hintertreffen. Doch wie schon im Heimderby gegen Schweinfurt gaben sie sich keinesfalls geschlagen. Eugen Nold mit seinem 16. Saisontreffer im 16. Spiel (32.) sowie David Franek mit seinem Treffer Nr. 11 bei seinem erst achten Auftritt (37.) brachten den ESC wieder heran. Und auch nach dem erneuten Zwei-Tore-Vorsprung, den Christoph Schönberger nur 22 Sekunden nach dem Beginn des Schlussdrittels erzielte, hatte Franek knapp neun Minuten vor der Schlusssirene in Form des 4:3-Anschlusstreffers eine passende Antwort parat. Letztlich nutzten die "Wild Lions", die exakt doppelt so viele Feldspieler zur Verfügung hatten, die zunehmend schwindenden Kräfte beim ESC aus: Florian Bartels traf in der 54. Minute zum 5:3.
"Schade. Einen Punkt hätten wir verdient gehabt", lobte auch Sportlicher Leiter Martin Reichert die couragierte Leistung der Haßfurter Puckjäger. Sein Augenmerk richtet sich jetzt auf das wichtige Heimspiel am Freitagabend, wenn ab 19.30 Uhr der ERC Regen seine Visitenkarte abgibt. "Dieser Auftritt in Amberg macht uns Hoffnung."
ESC Haßfurt: Mar. Hildenbrand, Platten - Schorr, Rambacher - Kohn, Zösch, Max Hildenbrand, Franek, Dietrich, Stelcich, Nold, Rister / SR: Guck, Mackert / Zuschauer: 420 / Tore für Haßfurt: 3:1 (32.) Nold (Max Hildenbrand) 4-5, 3:2 (37.) Franek (Stelcich), 4:3 (52.) Franek (Schorr, Stelcich) / Strafzeiten: Amberg 14 / Haßfurt 18