von unserem Mitarbeiter Ralf Naumann

Haßfurt — Nachdem ihm gegen den ERSC Amberg, einem vermeintlichen "Gegner auf Augenhöhe", ein Auftakt nach Maß gelungen ist, stehen für den ESC Haßfurt nun zwei "richtige Kaliber" auf dem Spielplan der Eishockey-Landesliga Gruppe 1: Während viele ESC-Fans schon dem ersten Derby am 30. Oktober gegen Schweinfurt entgegenfiebern, steht zuvor am Samstag, 24. Oktober, die Auswärtspremiere beim TSV Erding (2./6) an.
"Viel schwerer kann es in dieser Saison fast nicht mehr kommen", meint Trainer Lubos Thür. Auf der anderen Seite nimmt er gleich jeglichen Druck von seiner jungen Mannschaft, die bei den "Gladiators" als "krasser Außenseiter" ins Rennen gehe. "Natürlich ist Erding haushoher Favorit. Aber wir wollen so lange wie möglich Paroli bieten", macht der 50-Jährige deutlich, der "einen Punkt" für "wünschenswert" hält, diesen aber nicht fordert.


Spieler blieben nach Abstieg

Die Oberbayern gelten als der große Favorit der Liga, denn nach ihrem wirtschaftlich bedingten Rückzug aus der Oberliga haben viele Spieler dem Verein die Treue gehalten. Und so stehen TSV-Trainer Petr Vorisek 17 Akteure zur Verfügung, die reichlich Ober- der Bayernligaerfahrung haben. Darunter auch Angreifer Daniel Krzizok (27), der in den Vorjahren oft bis zu 50 Scorerpunkte erzielte. Auch seine Sturmkollegen Florian Zimmermann oder Lorenz Dichtl verfügen über exzellente Statistiken. Nicht zu vergessen Verteidiger Sebastian Schwarz. Der 29-Jährige, einst im Kader der U16- bis U20-Nationalmannschaften, spielte jahrelang in der 2. Liga (EHC München, Landshut, Ravensburg), schnupperte DEL-Luft (ERC Ingolstadt) und war in der Oberliga immer einer der besten Scorer unter den Verteidigern. Unter ihren vier Torhütern befindet sich mit der Füssenerin Franziska Albl (20) auch eine junge Frau, die nicht nur in der Frauenbundesliga für den ECDC Memmingen auflief, sondern auch viel Spielpraxis in Männer-Ligen sammelte.
Der Weg in die Bayernliga, da sind sich Experten einig, führt ausschließlich über die "Gladiators". Doch unverwundbar sind auch die Oberbayern nicht, denn ihren Auftakt gegen die Schweinfurter "Mighty Dogs" verloren sie zu Hause mit 3:5. Gegen Selb 1b (4:1) und bei Bayreuth 1b (5:1) ließen sie jedoch nichts anbrennen.
"Wir werden sicherlich auch gegen Erding unsere Chancen bekommen", sieht sich Lubos Thür vor der Partie keinesfalls schon auf der Verliererstraße. "Wir müssen sie bloß ausnutzen. Ich hoffe jedenfalls, dass wir mutig auftreten, mit dem notwendigen Respekt, aber ohne Angst vor großen Namen", fordert er von seinem Team.
ESC Haßfurt: Mart. Hildenbrand, Platten, Korb, Tscherepanow - Köder, Stahl, Bates, Max Hildenbrand, Marc. Hildenbrand, Ankenbrand, Rambacher, Vollert - Nold, Kurz, Dietrich, Zösch, Kinereisch, Franek, Lang, Bates, Wildenauer, Zänglein, Stach, Hümmer, Rister, Slivka