Auch wenn der Ostermarkt in Hauptendorf dieses Jahr aufgrund der Umstände nicht stattfinden konnte, haben sich die jungen Dorfbewohnerinnen trotzdem ins Zeug gelegt, um den Platz vor dem Feuerwehrhaus in sein österliches Festgewand zu hüllen.

Seit Jahren leuchtet der Platz um die kleine Kapelle zur Osterzeit in allen erdenklichen Farben. Bunte Ostereier, Blumenschmuck, selbstgebastelter Holzschmuck und ein Schild mit der Aufschrift "Frohe Ostern" begrüßen jeden, der in das Dorf hineinfährt. Natürlich wurde beim Aufbau genaustens darauf geachtet, das Kontaktverbot einzuhalten.

"Wir haben aufgepasst, dass nur Mitglieder aus einem Haushalt gleichzeitig zum Aufbau da waren, also immer eine Familie nach der anderen," erklärt Susanne Wolter, die selbst bei den jungen Dorffrauen aktiv ist. "Ich hab mit meinen Söhnen Dani und Marius das Schild aufgestellt, und die anderen Frauen, Elke Kreuzer und Karin Jassmann zum Beispiel, haben dann mit ihren Familien die Nester und Ostereier dekoriert." Ziel der Aktion war es, sich von der aktuellen Krisensituation nicht unterkriegen zu lassen, sondern das Beste daraus zu machen, "damit es einfach noch was Schönes gibt, wo man sich dran erfreuen kann."

Eine nette Ablenkung

Spaziergänger sind herzlich dazu eingeladen, den schön geschmückten Dorfplatz bei den traumhaften Frühlingstemperaturen zu besuchen, Sonne und frische Luft zu tanken und ein wenig österliche Freude mitzunehmen. "Wir wollten unsere Tradition beibehalten und dafür sorgen, dass die Leute mal was anderes sehen als Bilder von Krankenhäusern, einfach den Blick auf was Schönes lenken," schließt Susanne Wolter. Schließlich sei doch gerade Ostern eine Zeit der Hoffnung, zu der man sich auf das Schöne im Leben besinnen soll. Auch wenn die Situation manchmal aussichtslos scheine und man sich frage, wann es bergauf gehen wird, sollte man nicht vergessen, sich auf die Familien zu konzentrieren und ab und an mal durchzuatmen. Genau das wollen die Dorffrauen in Hauptendorf erreichen und möchten mit ihrem österlichen Dorfplatz ein wenig Hoffnung und gute Laune bei ihren "Haddndorfern" und allen Besuchern verbreiten.