Das Kulturamt der Kreisstadt geht mit seinen Veranstaltungen in die Sommerpause, allerdings nicht ohne sich mit einem Highlight zu verabschieden. An sechs Terminen im Juni gibt es in der Innenstadt Konzerte unter freiem Himmel. Der Eintritt ist frei.
"Abend.licht" lautet der Name der Konzertreihe. Drei Wochen lang werden jeden Freitag- und Samstagabend Bands im Innenhof des Rathauses spielen. Auch der Rathausvorplatz wird einbezogen. Dort sollen auch Stände für ein kulinarisches Angebot aufgestellt werden. Dabei werden beide Plätze in ein besonderes Licht getaucht, das für ein schönes Ambiente sorgen soll, wie das Kulturamt in Haßfurt ankündigt.
Dessen Leiterin Petra Lettang betont, die Tatsache, dass das Publikum nichts für den Besuch der Veranstaltung bezahlen muss, heiße nicht, dass hier zweitklassige Bands spielen. "Das sind Musiker, die wir sonst im Rahmen unserer normalen Veranstaltungen auftreten lassen würden", berichtet sie.
Erstmals stattgefunden hatte "Abend.licht" im vergangenen Jahr. Nach dem Erfolg der Veranstaltung wird sie in diesem Jahr wiederholt.
Den Anfang macht am Freitag, 10. Juni, das Jörg-Seidel-Swing-Trio. Das Konzert steht unter dem Motto "Merci - a personal tribute to Udo Jürgens". Denn obwohl der vor nicht allzu langer Zeit verstorbene Österreicher als Sänger und Komponist große Berühmtheit erlangte, wissen nur wenige, dass seine Wurzeln im Jazz lagen. Eben diese Stilart betonen Sänger Jörg Seidel und seine drei Instrumentalisten Bernhard Pichl, Rudi Engel und Florian Kettler.
Am Samstag, 11. Juni, präsentieren dann die Huebnotix ihr gewohntes Programm in einem neuen Gewand. Bekannt für ihre musikalische Zeitreise durch 50 Jahre Rock- und Popgeschichte, spielen sie ihre Stücke diesmal unplugged und ohne viel Technik. "Sozusagen im Lagerfeuersound", heißt es in der Ankündigung des Kulturamts.
Am Freitag, 17. Juni, gibt es wieder Jazz und Swing, diesmal mit Generations, die "ein abwechslungsreiches Programm an Melodien, Rhythmen und Sound" versprechen. Dabei sind unter anderem Klassiker von Dave Brubeck, Duke Ellington, Herbie Hancock sowie George Gershwin.
Eine Reise in die Zeit des Wirtschaftswunders gibt es am Samstag, 18. Juni. An diesem Abend spielen The Wonderfrolleins & Don Giorgio. Viel Witz, Charme und Temperament versprechen die drei Musikerinnen und ihr männlicher Begleiter, wenn sie sich der Musik der 50er und frühen 60er Jahre widmen.
Am Freitag, 24. Juni, gibt es dann Rockabilly von den Boogie Pilots. "Flammenden Rock'n' Roll und gute Laune vom ersten Lied an" verspricht das Kulturamt für diesen Abend.
Den Abschluss machen am Samstag, 25. Juni, die Gruppen Canto y Cuerdas und Los Commandantes. Am einzigen Abend, an dem zwei Bands auf der Bühne stehen, geht es musikalisch nach Südamerika und nach Spanien. Während Canto y Cuerdas sich den Songs aus Lateinamerika widmet, versprechen Los Commandantes fetzige und tanzbare spanische Rhythmen.
Veranstaltungsbeginn ist jeweils um 20.30 Uhr. "Wir wollen die Innenstadt beleben", sagt Petra Lettang über die Konzertreihe und spricht von einer guten Möglichkeit, sich in der Stadt zu treffen.