Viel ist in den vergangenen Tagen über den Rücktritt des bisherigen Zweiten Bürgermeisters von Breitbrunn , Thomas Schlee, geschrieben und spekuliert worden. Dieser hatte im Vorfeld der jüngsten Gemeinderatssitzung neben seinem Bürgermeisteramt auch sein Mandat als Gemeinderat niedergelegt.

Gegenüber der FT-Redaktion nimmt Schlee jetzt Stellung zu seinem Schritt. Es gehe darum, Klarheit zu schaffen und Gerüchten vorzubeugen. Mit der Auseinandersetzung um die Steinbruchpläne am Ortsrand habe sein Rückzieher nichts zu tun. "Die Behauptung, ich wäre wegen der Ablehnung des Steinbruches (Kellerbruch) zurückgetreten", betont der Bauunternehmer, "ist absolut falsch und entspricht nicht der Wahrheit."

Schlee blickt auf "ereignisreiche zwölf Jahre, mit vielen positiven Entscheidungen rund ums Wohl der Gemeinde" zurück. Nach einer demokratischen Wahl im Jahr 2008 habe ein politischer Umbruch in der Gemeinde Breitbrunn stattgefunden.

Anfeindungen

"Ab diesem Zeitpunkt", so Schlee, "mussten die Erste Bürgermeisterin ( Gertrud Bühl ; Anm. d.Red.) sowie ihre Vertretung (Schlee selbst) ständigen Anfeindungen von immer denselben Personen trotzen." Seit seiner Wiederwahl als Zweiter Bürgermeister in der aktuellen Amtsperiode habe sich die Situation verschärft. Ohne Näheres zu nennen, spricht Schlee von "persönlichen, verbalen Angriffen bis hin zur Rufschädigung".

Vor der jüngsten Kommunalwahl hatten sich die Kandidaten aller Gruppierungen, die zuvor am Ratstisch vertreten waren, zu einer gemeinsamen Liste "Bürgergemeinschaft" zusammengeschlossen. Ziel sei es gewesen, zusammen in die Zukunft zu starten und gemeinsam konstruktiv bestehende und neue Projekte voranzutreiben.

Gerade die letzten Wochen hätten gezeigt, dass namentlich nicht genannte Breitbrunner - Schlee spricht von "Initiatorenfamilien" - diese Zielsetzung durch bewusste verfälschte Aussagen in ihr eigenes Politikum umwandelten". Demokratische Abstimmungen des Gemeinderats seien übergangen worden.

"Eine Duldung dieses Handelns und die fehlende, zeitnahe Richtigstellung dessen seitens der Gemeindevertretung ist für mich weder politisch noch persönlich mehr tragbar", erklärt er: "Dieses Handeln kann und will ich nicht mit mir vereinbaren." eki