Eckehard Kiesewetter

Kreis Haßberge/Baunach —  Die Schleife durchs Siedlungsgebiet müssen Verkehrsteilnehmer nicht mehr nehmen: Die Lauterbrücke an der Bundesstraße 279 in Baunach ist nach ihrer Sanierung wieder für den Verkehr freigegeben worden. Seit Mitte Juli hatte an diesem Nadelöhr an der wichtigen Nord-Süd-Verbindung im Osten des Landkreises eine Vollsperrung gegolten. Die Bogenbrücke aus Naturstein, Baujahr 1900, wurde mit einer neuen Lastverteilungsplatte ausstaffiert und sie hat einen neuen Fahrbahnbelag einschließlich neuer Abdichtung erhalten. Jetzt stehen laut Mitteilung von Baunachs Bürgermeister Tobias Roppelt nur noch Restarbeiten an Geländern und Randbereichen an, die in den kommenden Wochen abgeschlossen werden sollen.

Über Monate hinweg hatte für Lastkraftwagen eine großräumige Umfahrung über die Autobahnen A 73 und A 70 sowie die Bundesstraße B 4 und umgekehrt gegolten, während sich der übrige Verkehr durch verwinkelte Siedlungsstraße zwängen musste. Doch wie der Bürgermeister einräumt, haben auch viele Lkw-Fahrer das Durchfahrtsverbot missachtet, was den Anliegern einiges an Zumutungen bescherte, vor allem aber auch enorme Schäden an den Fahrbahnen mit sich brachte.

Ruf nach Umgehungstraße

Einmal mehr wird in diesem Zusammenhang der Ruf nach einer Ortsumgehung laut, die seit Jahrzehnten gefordert und angeplant und doch nie verwirklicht wurde. Abgesehen vom hohen Kostenaufwand wären – egal ob man die Stadt im Osten oder in Westen umgehen würde – massive Eingriffe in bislang weitgehend unberührte Landschaft erforderlich. Die Umgehung wird noch viele Jahre Wunschtraum bleiben. Doch jetzt freuen sich Pendler auf dem Weg zwischen Maroldsweisach Ebern und Bamberg erst mal über den Wegfall einer Schikane auf dem Weg von oder zu Arbeit und Einkauf in der Domstadt.