Die Themenpalette des Umwelt- und Werkausschusses des Kreistages spannte diesmal einen weiten Bogen vom Vertragsnaturschutz bis hin zu einer neuen Biotopkartierung 2021 bis 2023.

„Eine weitere Einnahmequelle“

„Das bayerische Vertragsnaturschutzprogramm wird im Landkreis sehr stark in Anspruch genommen, und wir sind dankbar dafür, zumal es auch ein Produkt ist, dass für die Landwirtschaft auch die Möglichkeit zu einer weiteren Einnahmequelle ist“, betonte Landrat Wilhelm Schneider .

Dies bestätigte auch Martin Förster von der Unteren Naturschutzbehörde und konstatierte: „Wir sind in einzelnen Bereichen sehr gut aufgestellt, und die Beteiligten erhalten auch ein Entgelt für zusätzlichen Aufwand.“

Verträge mit Landwirten

Beim Naturschutzprogramm „Offenland“ gehe es um den Erhalt und die Verbesserung ökologisch wertvoller Lebensräume durch naturschonende Bewirtschaftung. Dies solle durch Verträge mit Landwirten auf freiwilliger Basis geschehen, indem sie ein Entgelt für ihren zusätzlichen Aufwand erhielten. Der Antragszeitraum sei hier von Januar bis Februar. Im Vertragszeitraum 2020 bis 2024 hätten das 236 Landwirte in Anspruch genommen mit 1482 Feldstücken und einer Förderfläche von 1270 Hektar. Hierfür stehe eine Fördersumme von 695 000 Euro bereit.

Fördersumme: 780 000 Euro

Beim Programm „ Wald “ gehe es um den Erhalt und die Verbesserung des Natur- und Artenschutzes in Wäldern , ebenfalls mit Verträgen mit Waldbesitzern und Zuwendungen für freiwillige Leistungen.

In diesem Programm gehe es um 680 Hektar, um 4238 Biotopbäume, 1832 Tothölzer und eine Fördersumme von 780 000 Euro. Dies betreffe den Kommunalwald mit 405 000 Euro, Kleinprivatwald 60 000 Euro, Großprivatwald 155 000 Euro, Waldkörperschaften 125 000 Euro und den Universitätswald mit 35 000 Euro.

„Bei einer Fördersumme von 8,4 Millionen Euro in Bayern entfielen damit 780 000 Euro auf den Landkreis, das sind nahezu zehn Prozent der Fördermittel. Aus dieser Zahl kann man ersehen, dass wir etwas für unsere Wälder machen“, betonte Martin Förster. Auch für dieses Jahr seien wieder 800 000 Euro angesetzt, und das bedeute die größte Anteilsnahme in Bayern.

Anteil der Landwirtschaft betont

BBV-Kreisobmann Klaus Merkel nannte den Vertragsnaturschutz nur einen Punkt, denn an der Kulturlandschaft seien die Landwirte noch mit weiteren 40 Prozent beteiligt. „Der Anteil der Landwirtschaft für den Landschafts- und Naturschutz ist deswegen sehr hoch und wir brauchen keine weiteren zwingenden Leistungen.“

Martin Förster informierte dann über die Biotopkartierung, die in den Jahren 2021-2023 stattfinde.