Lebhaft diskutiert wurde bei der ersten Stadtratssitzung im Schüttbau in Rügheim die Neugestaltung der Grüne-Markt-Straße in Hofheim. Die Straße wird künftig zur Einbahnstraße mit Fahrtrichtung nach unten. Neben drei Bäumen soll auch ein Wasserspiel als offene Rinne im oberen Teil der Straße auf dem Gehweg entstehen. Die Zahl der Parkplätze soll sich von zwölf auf nur noch sechs Parkplätze reduzieren. Dies hatte den Unmut einiger Stadträte zur Folge. Alexander Bergmann regte an, statt des Wasserspiels lieber zwei Parkplätze mehr einzuplanen. Ulrich Goschenhofer sprach sich für ein Wasserspiel aus, um die Stadt für Familien mit Kindern attraktiv zu gestalten. Bürgermeister Wolfgang Borst sagte, es sei eventuell möglich, sowohl zwei zusätzliche Parkplätze als auch das Wasserspiel einzuplanen. Dies müsse man bei der Detailplanung vor Ort noch diskutieren. Die Kostenberechnung des Architekturbüros für die Straßenbauarbeiten beträgt brutto 579 000 Euro einschließlich der Baunebenkosten. Der staatliche Zuschuss beträgt zwischen 60 und 80 Prozent. Baubeginn ist voraussichtlich im April, Fertigstellung im September.

Zweiter Radweg?

Auch der geplante Radweg von Reckertshausen nach Friesenhausen entlang der Staatsstraße war im Gremium umstritten. Denn es gibt bereits einen Radweg zwischen den beiden Orten, der allerdings auf landwirtschaftlichen Wegen verläuft und nicht durchgehend befestigt ist. Alexander Häpp schlug vor, lieber den bestehenden Radweg auszubauen und zu asphaltieren, anstatt Ackerland und Steuergelder für einen Neubau zu verschwenden. Borst erwiderte, dass nur Radwege entlang von Straßen bezuschusst würden. Einen Ausbau des bestehenden Radweges müsste die Stadt daher alleine finanzieren. Die Kosten für den neuen Radweg werden auf brutto 495 000 Euro geschätzt. Bei einer maximalen Förderung von 85 Prozent würde der Stadt ein Eigenanteil von 74 250 Euro verbleiben. Borst sagte, er wolle den Streckenverlauf mit Alfons Schanz von der Tiefbaubehörde am Landratsamt besprechen und in der nächsten Sitzung darüber berichten.

Weitere Themen aus dem Stadtrat

Einstimmig beschloss der Stadtrat die Anschaffung von 85 Tetra-Pagern (Piepser) für den Digitalfunk der Feuerwehr. Der Eigenanteil der Stadt liegt zwischen 15 000 bis 17 000 Euro.

Ebenso einstimmig beschloss das Gremium, den Ausbau von Glasfaserkabeln in den Bereichen Hofheim, Lendershausen , Erlsdorf, Sulzbach und Rügheim auszuschreiben. Die Gesamtkosten liegen bei 2,89 Millionen Euro, der Eigenanteil bei 600 000 Euro.

Die Querungshilfe in der Ringstraße zum Friedhof wird ab Mitte März gebaut. Die Bauarbeiten dauern rund sechs Wochen. In dieser Zeit ist die Ringstraße in diesem Bereich voll gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Ostheim und die Industriestraße. In der Industriestraße und der Johannisstraße gilt in diesem Zeitraum ein Parkverbot.