Das für diesen Sonntag geplante Meisterkonzert mit dem Atos Trio im Schüttbau in Rügheim muss abgesagt werden. Die Corona-Bestimmungen mit massiven Einschränkungen für den Kulturbetrieb lassen keine Wahl. Aber es gibt einen Lichtblick: Am Sonntag, 14. März, findet um 17 Uhr in der Königsberger Marienkirche der musikalische Vesper-Abend mit il capriccio und Countertenor Franz Vitzthum statt. Im liturgischen Rahmen einer Vesper findet sich ein besonderes musikalisches Programm.

Ars moriendi, die Kunst des Sterbens. Die Kunst der Fuge gilt nicht nur als das kontrapunktische Meisterwerk von Johann Sebastian Bach , sie ist auch Objekt zahlloser Mythen und Reflexionen. Lange Zeit dachte man, sie sei Bachs letztes Werk. Sein Sohn Carl Philipp Emanuel hatte die Legende in die Welt gesetzt, dass er bei der Arbeit an jener Fuge mit dem Bach-Thema unterbrochen wurde und kurz darauf starb. Auch die These, es sei ein Lehrwerk für Fugen, ist nicht haltbar. Diese Musik, die Bach viele Jahre lang immer wieder aufgriff und weiterentwickelte ist so geheimnisvoll und tiefschürfend, dass man sie auch mit einer schlüssigen Entstehungsgeschichte nicht abschließend erklären kann.

Franz Vitzthum und il capriccio haben den Contrapuncti Arien aus dem Kantatenwerk Bachs gegenübergestellt. Außerdem wurde, nach einer Idee von Harry van der Kamp, der Choraltext von "Ein selig Ende" eingeflochten. Arien, die sich mit dem Jenseitigen und der Hoffnung auf eine bessere Welt bei Gott auseinandersetzen, fließen in das zeitlose Gewebe der kunstvollen Fugengebäude.

Anmeldung ist zwingend erforderlich bei Michael Hömer, 09523/5475 oder per Mail an: m.hoemer@gmx.de red