Zeichen der Solidarität mit der Ukraine sind zurzeit gefragt – und wenn sie mit unrechtmäßigen Mitteln beschafft werden: Bis vor kurzem wehte die ukrainische Flagge vor dem Rathaus von Knetzgau , zusammen mit den Fahnen der EU, Deutschlands und der Gemeindefahne. Doch die ukrainische Flagge wurde vergangene Woche entwendet, wie die Gemeinde mitteilte.

Die Knetzgauer haben sich beholfen und eine neue blau-gelbe Fahne erst an einem der Fenster des Rathauses angebracht – „diebstahlsicher“, wie Bürgermeister Stefan Paulus betont. Doch dann ergab sich, dass die ersten Ukraine-Flüchtlinge gestern ankamen. Ihre Kinder durften die Flagge am Fahnenmast hochziehen, und es war ergreifend, wie Bürgermeister Stefan Paulus berichtet, wie die Kleinen und Großen ihre Nationalhymne dazu sangen. Die Flagge soll weiterhin eine Grußbotschaft aussenden: „Zum Empfang der ukrainischen Flüchtlinge wollen wir mit der Fahnenaktion zeigen, dass wir auf der Seite der Ukraine stehen“, erklärt der Knetzgauer Flüchtlingskoordinator Karl Weißenberger.

Am Wochenende hatte die Gemeinde in der Turnhalle des SV Hainert eine zentrale Notunterkunft eingerichtet, in der bis zu 25 Flüchtlinge untergebracht werden können. Auch ein selbst gebautes Babybett und ein funktionstüchtiger WLAN-Anschluss stehen für die Ankömmlinge zur Verfügung. eki