Der vor dem „Haus des Gastes“ ausgerollte rote Teppich ist rund fünf Meter lang. Er weist den Blutspendern in Hofheim den Weg zum Blutspendetermin . Anlässlich des Weltblutspendetages stehen die Frauen und Männer , die sprichwörtlichen Lebensretter, ganz besonders im Mittelpunkt. Wäre der Teppich für jeden Spender , der an diesem Nachmittag nach Hofheim kommt, einen Meter lang, müsste er auf einer Länge von 126 Metern ausgerollt werden.

Der eine oder die andere schauen erst einmal ein wenig verdutzt und zögern, den roten Teppich zu betreten, und würden viel lieber unbemerkt links oder rechts davon vorbei zum Eingang des Gebäudes gehen, sich quasi vorbeischleichen. Denn im Mittelpunkt zu stehen, dabei fühlt sich so mancher Blutspender eher unwohl. Blutspender sind gemeinhin eher bescheidene Wesen und sehen ihren Dienst am Mitmenschen meist als Selbstverständlichkeit an. Deshalb groß Aufhebens um ihre eigene Person zu machen, ist den allermeisten eher fremd.

Doch Martina Kern (Gebietsreferentin des BRK-Blutspendedienstes Wiesentheid), Ingrid Böllner (Beauftragte für das Blutspenden beim BRK-Kreisverband Haßberge) und Anne Grimmer (Leiterin der BRK-Bereitschaft Hofheim) holen die Frauen und Männer zurück in den Mittelpunkt, ins Rampenlicht.

Neben ein paar freundlichen Worten und dem Dank für die (erneute) Blutspende überreichen die drei Damen jedem eine kleine Überraschung: einen Prosecco und eine süße Köstlichkeit zum Naschen.

Seit nunmehr 38 Jahren ist der Kreisverband ununterbrochener Spitzenreiter im Blutspende-Aufkommen in Bayern, was den prozentualen Anteil der Spender an der Gesamtbevölkerung betrifft. Die Bereitschaft, Blut zu spenden, ist in der Bevölkerung im Landkreis ziemlich genau doppelt so hoch wie im bayerischen Landesdurchschnitt. maw