In Zeiten von Corona ist in den Kirchen öfter mal ein frischer Wind spürbar – immer dann, wenn wieder kräftig durchgelüftet werden muss. Beim Familiengottesdienst mit Diakon Joachim Stapf am Pfingstmontag in Ebelsbach wehte nicht zuletzt Dank der aktiven Mitgestaltung durch 17 Kommunionkindern ein besonders frischer Wind durchs Gotteshaus – ein Wind, den die Kirche wirklich gut gebrauchen kann und über den sich jeder Besucher freute .

Gleich zu Beginn veranschaulichten Joel Vallot und Lukas Wendler mit einem kurzen Anspiel, wie sich die Jünger einst wohl vom Heiligen Geist hatten ermutigen und be-geist-ern lassen. So zog Lukas die entsprechende Bibelstelle vom Pfingstfest zur Hilfe, um seinem Freund Joel die Angst vor einem Vortrag zu nehmen. „Seinen heiligen Geist? Was ist denn das und was hat das jetzt mit mir und meiner Angst zu tun?“, fragte Joel.

Von Clowns und Feuerzungen

„Heiliger Geist, das ist die Kraft Gottes. Petrus und seine Freunde spürten Gottes Kraft. Plötzlich war alle Angst verschwunden“, erklärte ihm Lukas darauf. „Lukas – ich hab’ den Eindruck, dass dich heute der Himmel zu mir schickt!“, war die Erkenntnis von Joel am Ende des Anspiels.

Nach den ebenfalls von den Kindern vorgetragenen Kyrierufen konnten die Gottesdienstbesucher sich von der Be-geist-erung, die Diakon Joachim Stapf versprühte, anstecken lassen. Er brachte in seiner Predigt mit einer Geschichte von einem Zirkusclown den fast 40 Kindern näher, was es heißt, jemanden Mut zuzusprechen. Er erläuterte die Bedeutung und die Symbolik der Feuerzungen für das Pfingstfest. „So ein Feuer – es zieht die Blicke an, es zieht einen in seinen Bann, es strahlt eine besondere Wärme aus und trotzdem ist jedem klar, wie viel Kraft in so einem Feuer steckt und vor allem, wie schnell es sich ausbreiten kann.“

Joachim Stapf wünschte allen Gottesdienstbesuchern , dass ihr Glaube immer wieder neu entfacht werde und dass der Funke der Be-geist-erung überspringe auf alle Menschen. „ Pfingsten spricht uns allen Mut zu. Es ist ein wunderbares Versprechen, dass uns da von Jesus gegeben wird: Ich bin bei euch alle Zeit! Ich bin immer für euch da!“

Die Kommunionkinder verabschiedeten sich mit einem Dankgebet. Danach durften sie im Innenhof der Rummelsberger Diakonie mit Straßenmalkreide einen bunten Geburtstagsgruß für die Kirche hinterlassen. Auch einen Muffin konnten sie mit nach Hause nehmen, um beim Verzehr daheim an das Geburtstagsfest der Kirche erinnert zu werden.