Die ersten neun Absolventen der vom „Netzwerk Zertifikatslehrgänge“ entwickelten, beruflichen Zusatzqualifizierungen in Unterfranken erhielten am Freitag in der Haßfurter Stadthalle ihre Zeugnisse. „Mensch inklusive“ der Lebenshilfe Schweinfurt ist Mitglied in diesem Netzwerk und stolz auf eine Besonderheit: Bei den Absolventen handelt es sich um Menschen mit Behinderung .

In den Bereichen Seniorenheim, Gastronomie und Kindertagesstätten wurden die Teilnehmer jeweils zu Assistenzkräften ausgebildet. Manuela Karch, Brandon Crescente und Julia Friedrich sind in Tagespflegeeinrichtungen in Bad Kissingen, Zeuzleben und Schwebheim tätig. Im Café Luna der Nüdlinger Werkstatt der Lebenshilfe Schweinfurt lernten Lorena Heinlein sowie Alexandra Piotrowski in den Heiligenfeld-Kliniken in Bad Kissingen. Marie-Therese Köberl absolvierte im Caritas-Kindergarten Ebelsbach ihre Ausbildung, genauso wie Svenja Kaufmann im Kindergarten Stadtlauringen und Theresa Dietz im Kindergarten Bundorf.

Mit den stellvertretenden Landräten Oskar Ebert (Haßberge), Thomas Vizl (Schweinfurt), Emil Müller (Bad Kissingen) , dem Landtagsabgeordneten Steffen Vogel und Haßfurts stellvertretenden Bürgermeister Norbert Geier wohnten viele Ehrengäste der Feier bei. Eva Hartmann, die Leiterin von „Mensch inklusive“, zeigte sich stolz auf diesen ersten Zertifikatslehrgang in ganz Unterfranken . Horst Golüke, Vorsitzender der Lebenshilfe Schweinfurt , versicherte die Entschlossenheit seiner Einrichtung, das Angebot weiter auszubauen. „Uns liegt es sehr am Herzen, dass kein Talent verloren geht“, sagte stellvertretender Landrat Oskar Ebert .

Das „Netzwerk Zertifikatslehrgänge“ mit Sitz in Bamberg ist ein Zusammenschluss von 18 bayerischen Werkstätten für Menschen mit Behinderung , darunter auch „Mensch inklusive“ der Lebenshilfe Schweinfurt . li