Die kürzlich im Kreisausschuss beschlossene Erhöhung des Betriebskostenzuschusses des Landkreises für den Haßfurter Verkehrslandeplatz (VLP) von bisher 50 000 auf 75 000 Euro jährlich stößt bei den ÖDP-Kreisräten auf großes Unverständnis. Sie halten den VLP für unwirtschaftlich. Er werde auch nicht für die medizinische Versorgung (Krankenhaus Haßfurt) oder das Allgemeinwohl gebraucht. „Wenn die Industriestadt wie Schweinfurt sich von dem Platz zurückzieht und bis dato einer der Hauptgründe für den Erhalt des VLP das Verteilen der Last auf viele Schultern war, dann muss die Frage nach der Wichtigkeit und Notwendigkeit für den verbleibenden Rest unbedingt offen gestellt werden“, meinte Kreisrätin Monika Schraut bei der Fraktionssitzung. Die ÖDP hat einer Pressemitteilung zufolge recherchiert und Folgendes herausgefunden: Der Betrieb schreibt rote Zahlen, künftige Investitionen werden den Kreisetat zusätzlich belasten. Über eine Million Euro hätten die Bürger des Landkreises bisher in den Flugplatz gebuttert, heißt es, ohne dass das Gros der Haßbergler etwas davon hätte – im Gegenteil: Der Flugbetrieb belaste die Menschen in den umliegenden Ortschaften mit Lärm . Hauptkritikpunkt der ÖDP-Mandatsträger ist der ökologische Schaden durch den VLP. Nötig seien jetzt Investitionen in regenerative Strom- und Wärmeerzeugung und in nachhaltige Mobilitätskonzepte. Um mehr Licht in die Diskussion um den Sinn des VLP zu bringen, hätten sie, die Ökodemokraten, bereits im Frühjahr eine ganze Liste mit Fragen zu den Themenbereichen Nutzung, Ökologie /Lärmschutz und Kosten an Landrat Wilhelm Schneider geschickt. Diese Fragen und die Antworten des Landrats seien unter https://www.oedp-hassberge.de/aktuelles/pressemitteilungen zu finden. red