Die Pandemie macht auch den Fußwallfahrten einen Strich durch die Rechnung. So kann an diesem Samstag, 26. Juni, nur der gewohnte Wallfahrtsgottesdienst in Vierzehnheiligen stattfinden. Das Gemeinschaftserlebnis, von Haßfurt aus nach Oberfranken zu laufen, sowie der gemeinsame Ein- und Auszug in Vierzehnheiligen wurden abgesagt.

Über zwei Jahrzehnte hat Diakon Manfred Griebel die Haßfurter Kirchengemeinde St. Kilian als Wallfahrtsführer nach Vierzehnheiligen begleitet. Auch als Verantwortlicher einiger anderer Wallfahrten bekannt, entschied sich der Geistliche , die Geschicke für die Vierzehnheiligen-Wallfahrt in jüngere Hände zu legen. Dabei fiel die Wahl auf den Diplom-Wirtschaftsingenieur Franz Beck , der bereits seit vielen Jahren die Haßfurter Wallfahrten mit seinem Tenorhorn begleitet und seit vier Jahren auch als Gottesdienstbeauftragter ehrenamtlichen Dienst in der Pfarrei tut.

Erst jüngst hat Franz Beck am Kurs „Ausbildung zum Wallfahrtsführer“ des Erzbistums Bamberg teilgenommen. In diesem Kurs an drei Wochenenden ging es unter anderem um die Geschichte und die Spiritualität des Pilgerns, um zeitgemäßes Gestalten von Wallfahrten und auch um rechtliche Rahmenbedingungen. Darüber hinaus hatten die Kursteilnehmer im Rahmen einer Hausarbeit eine Wallfahrtsstation vorzubereiten, welche auch in einem Abschlusstermin durchgeführt und ausgewertet wurde. Gemeinschaftsgefühl kam erst am Abschlusstag auf, als die Kursteilnehmer sich zu einer sogenannten Probewallfahrt in der Adelgundiskapelle auf dem Staffelberg getroffen haben und nach Vierzehnheiligen gewallt sind.

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