„Alles ruhig in Haßfurt am Montag.“ Dieser Satz wäre eigentlich keine Meldung in der Zeitung wert, wenn nicht für diesen Tag neuerlich zu einer Protest-Veranstaltung gegen die Corona-Maßnahmen aufgerufen worden wäre.

Wie in den vergangenen Wochen üblich, war die Polizei alarmiert und vor Ort präsent. Doch von den Hunderten von Teilnehmern, die um den Jahreswechsel herum bei Corona-Demonstrationen auf die Straße gegangen waren, konnte keine Rede sein.

Gerade mal ein knappes Dutzend Menschen waren laut Beobachtern in der Altstadt unterwegs, einzeln oder in Zweiergruppen. Dazu passt auch der aktuelle Pressebericht der Haßfurter Polizei , die „Fehlanzeige“ vermeldet.

Doch bereits für Samstag, 22. Januar, um 14 Uhr hat eine Gruppierung, die sich selbst „Landkreis Haßberge steht auf“ nennt und eine Knetzgauer Adresse angibt, einen Demonstrationszug in der Kreisstadt angekündigt. Den Angaben zufolge will man „gemeinsam für Grund- und Menschenrechte, für Nächstenliebe sowie für eine freie Impfentscheidung und für Demokratie“ einstehen.

„Wir haben dies ordnungs- und grundrechtsgemäß angemeldet“, versichert Mitorganisatorin Anna Lindner gegenüber dieser Zeitung . „Wir distanzieren uns ausdrücklichst von rechter Gesinnung und werden auch keinerlei derartige Symbolik, keinerlei derartige Rhetorik oder diesbezügliche Gesten, Optik  oder Ähnliches dulden. Wir sind friedlich.“

Man wende sich gegen die Spaltung der Gesellschaft und eine langsame Unterwanderung der Demokratie. „Ziel  ist es, die Menschen wieder zu vereinen und an die Grund- und Menschenrechte zu erinnern“, so die Ankündigung.Auf einem Flyer, der mit dem Landkreiswappen unterlegt ist, heißt es roten Lettern „Wir sind die rote Linie! Wir distanzieren uns von Gewalt, Faschismus und Provokation jeder Art“. Der Zug unter dem Motto „ Haßfurt bewegt sich gemeinsam“ soll unter Begleitung von Ordnern und Polizei vom FC-Parkplatz an der Flutbrücke durch die Innenstadt zum Marktplatz führen. eki