Auf eine Gesamtsumme von 214 650 Euro beläuft sich der Haushalt des Wasserzweckverbandes „ Gemeinfelder Gruppe“ für das Jahr 2021. Die Steigerung um 118 450 Euro ist vor allem durch die Erschließung von Bauplätzen in Ditterswind mit 30 000 Euro und durch den Einbau einer Ultrafiltrationsanlage mit 60 000 Euro bedingt. Die Verbandsräte stimmten dem einmütig zu.

Der Zweckverband der „ Gemeinfelder Gruppe“ betrifft die Gemeindeteile Gemeinfeld (Marktgemeinde Burgpreppach) sowie die Ortsteile Ditterswind, Gresselgrund, Marbach, Todtenweisach und Gückelhirn des Marktes Maroldsweisach mit rund 260 Haushalten. An diese wird eine Wassermenge von 33 665 cbm/Jahr verkauft. Dieses ist mit einem mittleren Härtebereich und einem Nitratgehalt von rund 38 mg/l ausgewiesen. Kämmerin Doreen Pfadenhauer stellte der Verbandsversammlung den Haushaltsplan 2021 vor. Die wesentlichen Einnahmen des Zweckverbandes ergeben sich dabei aus den Benutzungsgebühren, für die 55 000 Euro angesetzt sind. Diese Gebühren sind seit dem Jahre 2013 unverändert und belaufen sich auf 1,25 Euro pro cbm. Die Grundgebühr für einen Hauswasserzähler mit einer Durchflussmenge von 2,5 cbm beläuft sich auf 48 Euro jährlich. Die Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes sind mit 84 050 Euro beziffert. Die größte Ausgabe ist der Einbau einer Ultrafiltrationsanlage im Wasserhaus Gemeinfeld mit 60 000 Euro , einem Filtrationsverfahren, das mikrobiologische Substanzen, äußerst kleine Partikel und Keime vom Wasser abtrennt. Solche Keime und Bakterien wurden in diesem Jahr vermehrt festgestellt, bedingt auch durch die Hochwassersituationen.

Diskutiert wurde über den „Solarpark Marbach 01“, der Einfluss haben könnte auf das Wasserschutzgebiet. Verbandsvorsitzender Wolfram Thein sagte, man habe ein Büro für ein Gutachten beauftragt, denn der Heckersbrunnen liege in der Nähe des geplanten Solarparks. Das Gutachten zeige, dass während der Bauphase Mineralöle und Schmierstoffe aus Maschinen in den Boden dringen könnten. Deswegen solle wöchentlich eine mikrobiologische Untersuchung des Wassers vorgenommen werden. Außerdem sei man gegen die Beweidung mit Schafen, weil dadurch Ausscheidungen und damit Nitrate in den Boden gelangen könnten. Dies wurde so beschlossen.